29. April 2010, Taiwan

Besucherzahlen in Taiwan sollen 2010 weiter steigen

Taiwan will seinen Besucherrekord aus dem vergangenen Jahr überbieten. Nach 4,4 Millionen Gästen 2009 wird bis Ende 2010 mit 4,8 Millionen Besuchern gerechnet. Das Taiwan Tourismusbüro hat erst kürzlich 37 neue Hotelprojekte mit insgesamt über 10.000 Zimmern bestätigt. Taiwan wird auch bei deutschen Urlaubsreisenden immer beliebter.

Für Touristen interessant: In den nächsten Monaten wird es in Taiwan zahlreiche Festivals und Veranstaltungen geben, die ganze kulturelle Vielfalt des Landes widerspiegeln.

Feuerwerk-Festival
Noch bis Ende Mai findet das Penghu Feuerwerks-Festival statt, bei dem allabendlich der Himmel über der Hafenstadt Magong hell erleuchtet wird. Nach Angaben der Organisatoren sind dann die größten und spektakulärsten Feuerwerke in der Geschichte des Festivals zu sehen. Höhepunkt ist am 29. Mai die Veranstaltung vor dem Ziwei Tempel in Suogang. Lokale Gottheiten werden dann in einer feierlichen Prozession durch das Dorf getragen

Matsu-Geburtstag mit prächtigen Ritualen
Matsu, die Schutzheilige der Fischer, ist eine der am meisten verehrten chinesischen Gottheiten. Ihr Geburtstag am 23.Tag des 3. Mondmonats – in diesem Jahr am 6. Mai – wird in Hunderten von Matsu-Tempeln in Taiwan mit prächtigen Ritualen begangen. Auf Taiwan sind etwa 400 Tempel ganz oder teilweise der Göttin Matsu geweiht.

Die größte Feierlichkeit findet im Chao-Tien-Tempel von Peikang statt. Besuchergruppen aus allen Teilen der Insel bringen Bilder ihrer eigenen Götter zur Aufwartung vor dem bedeutendsten Matsu-Abbild in Peikang mit, welches als das wirkungsvollste auf ganz Taiwan erachtet wird. Die mitgebrachten Gottheiten werden in oder auf verzierten Sänften in einer Prozession zur Schau gestellt.

Im Hof des Tempels werden verschiedene volkstümliche Aufführungen dargeboten, während im Innern des Tempels die Pilger einer ununterbrochenen Abfolge verschiedener Rituale beiwohnen. Die Matsu-Bilder des Tempels werden durch die Stadt getragen, und in der Nacht ziehen beleuchtete Festwagen in einer Parade durch die Straßen. In Taipei sind kleinere Prozessionen zu sehen.

Der Legende zufolge wurde Matsu im Jahre 960 n. Chr. geboren. In jungen Jahren bewahrte sie in einem Traum ihre Brüder vor dem Ertrinken, als deren Schiff sank. Ihre Wundertätigkeit setzte sich fort, und nachdem sie im Alter von 28 Jahren in den Himmel aufgestiegen war, errang sie die Titel „Göttin des Meeres“ und „Kaiserin des Himmels“.

Drachenbootfest
Die Bootsrennen während des Drachenbootfests am 16. Juni erinnern an den Versuch, den Nationaldichter Ch’u Yuan vor dem Ertrinken zu retten. Das war am fünften Tag des fünften Monats nach dem chinesischen Mondkalender im Jahre 277 v.Chr. Weil der Rettungsversuch misslang, warfen die Leute mit gekochtem Reis gefüllten Bambus ins Wasser, damit die Fische den Reis anstatt des Helden fraßen. Daraus entwickelte sich die heutige Sitte, „Tsung-tzu“ (in Bambusblätter gewickelte Reiskugeln) zu essen.

Schon im Altertum glaubten die Chinesen, dass der fünfte Monat des Mondkalenders eine Zeit der Seuchen und anderer Gefahren für Leib und Leben sei. Daher ist besondere Hygiene geboten: den Speisen werden Heilmittel beigemischt, über die Tür duftende Zweige gehängt und an die Kleider der Kinder werden wunderschön bestickte Amulette und Säckchen mit Gewürzen oder chinesischen Heilmitteln genäht. Tausende von Zuschauern feuern die internationalen Teams, die gegeneinander bei den festlichen Bootsrennen in Taipei, Lukang, Tainan und Kaohsiung antreten, von den Flussufern aus an. (Taipei Tourism Office)



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