30. April 2010, Kenia

Neue Bäume für den Mau-Forest

Im kenianischen Mau Forest begann am 23. April 2010 unter der Schirmherrschaft des Kenya Tourist Board eine Wiederaufforstungsaktion großen Ausmaßes: 5.000 Bäume wurden an diesem Tag gepflanzt, um einen Beitrag zur Erhaltung des größten Wassereinzugsgebiet Kenias zu leisten. Insgesamt sollen in mehreren Phasen über 100.000 Bäume in verschiedenen Teilbereichen des Mau Forest gepflanzt werden.

Der Mau Forest ist ein 273.000 Hektar großes, gebirgiges Waldgebiet am Westrand des Großen Afrikanischen Grabenbruchs. Durch illegalen Holzeinschlag und Bewirtschaftung wurden weite Bereiche des Gebietes im Laufe der letzten 20 Jahre gerodet. Die Funktion des Mau Forest als wichtigstes Wassereinzugsgebiet Kenias war in Gefahr. Durch die Wiederaufforstungsaktion soll sichergestellt werden, dass sich der Wald flächendeckend erholen kann.

Auch für Kenias wichtigsten Devisenbringer, den Tourismus, hat der Wald fundamentale Bedeutung: Im Mau Forest entspringen zahlreiche Flüsse, darunter der Mara River, die Lebensader der Masai Mara, einem der aufgrund seiner Vielfalt an Savannentieren bekanntesten Nationalparks Afrikas. Berühmt ist die Masai Mara vor allem durch das Phänomen der großen Tierwanderung. Jedes Jahr ab Ende Juli ziehen rund 2 Millionen Gnus und Zebras auf der Suche nach frischen Weidegründen aus der Serengeti in die Masai Mara und veranstalten damit eines der größten Naturschauspiele der Welt.

Auch andere Ökosysteme Ostafrikas hängen vom Mau Forest ab: Diverse Seen im Afrikanischen Grabenbruch, u.a. der für seine riesigen Scharen an Flamingos berühmte Nakuru-See, werden durch im Mau Forest entspringende Flüsse gespeist. Laut Murriithi Ndegwa, dem geschäftsführenden Direktor des Kenya Tourist Board, setzt sich seine Organisation daher gezielt dafür ein, dass der Mau Forest als Lebensgrundlage einiger der wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten Kenias auch in Zukunft erhalten bleibt. (Kenya Tourist Board



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