4. Mai 2010, St. Gallen

St.Galler Festspiele: Ope(r)n-Air-Spektakel unter freiem Himmel

Die St.Galler Festspiele, die sich längst als ausgefallene Alternative zu den grossen Festivals in Österreich etabliert haben, feiern 2010 ihren fünften Geburtstag. Das Opern-Spektakel unter freiem Himmel zieht jährlich 13.000 Besucher an und besticht durch seine stimmungsvolle Spielstätte im UNESCO-geschützten Stiftsbezirk. Vom 25. Juni bis 9. Juli 2010 erleben Opernliebhaber auf dem Klosterhof vor der barocken Kathedrale die Opernrarität „Il diluvio universale“, die Sintflut, des italienischen Belcanto-Spezialisten Gaetano Donizetti.

Die biblische Geschichte der Arche Noah ist Grundlage der Oper. Doch hat der Librettist Domenico Girlandoni jede Menge Intrigen und Liebesgeschichten in das Geschehen gepackt und so ein Melodram geschaffen, an dessen Ende der gläubige Noah und seine Familie, nicht aber sein heidnischer Gegenspieler Cadmo und seine gottesfürchtige Frau Sela, überleben.

Beeindruckend ist der Aufführungsort inmitten des Klosterhofs mit seinen mächtigen Flügelbauten und der prachtvollen Doppelturmfassade der Barockkathedrale. Sie bildet nicht nur die monumentale Kulisse für die Bühne, sondern ist mit ihr eng verbunden.

Schon zum zweiten Mal gelangen bei den St.Galler Festspielen unter der erfahrenen Leitung des Dirigenten Antonio Fogliani vergessene oder selten zu hörende Glanzstücke der italienischen Oper – das Donizetti-Drama sogar als Schweizer Erstaufführung – zu neuem Ansehen. Nicht nur die Kathedrale und der Klosterhof, auch die umliegenden Sakralgebäude werden in das vielseitige Programm der St.Galler Festspiele eingebunden. Das Sinfonieorchester St.Gallen präsentiert in St.Laurenzen zusammen mit dem St.Galler Bachchor Donizettis selten zu hörendes Requiem. In Verbindung mit dem elementaren Thema Wasser kommen hier auch Georg Friedrich Händels Wassermusik und Werke von Georg Philipp Telemann zur Aufführung. Neben dem Konzertprogramm ergänzt „Sacra“, eine zeitgenössische Tanzinszenierung des Choreografen Marco Santi in der Kathedrale, die Festspielwochen.

Viel Atmosphäre strahlt auch die alte Gallusstadt aus, die sich zwischen den bewaldeten Hügeln auf fast 700 Metern in ein grünes Hochtal schmiegt. Lässt man sich mit der historischen Mühlegg-Bahn von der Altstadt hinauf ins idyllische Naherholungsgebiet „Drei Weiheren“ fahren, geniesst man einen fantastischen Rundblick über die Stadt bis hin zum gewaltigen Gebirgsmassiv des Säntis und zum Bodensee. Von hier oben blickt man auf die verwinkelten Altstadtgassen mit den Erker geschmückten Kaufmannshäusern, die sich wie die Schalen einer Zwiebel um den klösterlichen Kern mit der berühmten Stiftsbibliothek legen. 11 Museen und Ausstellungshäuser – ein ganzes Museumsviertel bietet Gästen Kunst und Kultur in Fülle. Attraktive Geschäfte, Cafes und Chocolaterien, Bars, Restaurants und urige Beizen laden zum Bummeln und Geniessen ein. Mit einem Übernachtungsarrangement von St.Gallen-Bodensee Tourismus können Gäste das Festspiel-Event mit einem Besuch der sehenswerten Gallusstadt verbinden.

Informationen, Tickets, Übernachtungsangebote: St.Gallen-Bodensee Tourismus, Bahnhofplatz 1a, CH- 9001 St.Gallen, Tel. 0041-71-227 37 37, info@st.gallen-bodensee.ch, www.st.gallen-bodensee.ch, www.stgaller-festspiele.ch. (St. Gallen-Bodensee Tourismus)



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