11. Mai 2010, Münsterland

Münster: Busfahrer schmeißt Jungen mit Gipsbein raus

Im vergangenen Jahr sorgten immer wieder Schaffner für Negativschlagzeilen, die Kinder und Jugendlichen aufgrund eines nicht vorhandenen Fahrausweises die Weiterreise verweigerten. Jetzt hat sich in Münster offenbar ein ähnlicher Fall im Öffentlichen Personennahverkehr mit dem Bus zugetragen. Ein Busfahrer verwies einen Jungen seines Gefährts, weil dieser das Geld für den Fahrschein nicht zahlen konnte und das obwohl der Elfjährige ein Gipsbein hatte und auf Krücken lief.

Mit seinem schweren Schulranzen und am Rande der Erschöpfung schleppte sich der Sechstklässler nach dem Verweis auf seinen Gehilfen nach Hause. Die Eltern des Kindes beschwerten sich daraufhin bei der Stadt Münster. Laut den „Westfälischen Nachrichten“ bestätigten die Stadtwerke, die für den Betrieb der Busse zuständig sind den Vorfall. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin werde das Verhalten des Busfahrers Konsequenzen nach sich ziehen. Die Stadtwerke hätten strikte Vorgaben, die unter anderem besagten, Kinder unter 14 Jahren auf keinen Fall aus dem Bus zu schicken. (RNO)



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