11. Mai 2010, Louisiana

Ratlosigkeit am Golf von Mexiko: Wie lässt sich das Öl stoppen?

Im Kampf gegen das Öl im Golf von Mexiko herrscht Ratlosigkeit. Während sich der Teppich auf der Wasseroberfläche immer weiter ausbreitet, scheitern alle Versuche, das Leck abzudichten. So auch die jüngste Aktion, bei der BP eine gigantische Kuppel über die Austrittstelle stülpen wollte. Methankristalle verstopften das Abpumpventil, zudem drohte die Glocke aufzutreiben.

Die Verzweiflung ist derart groß, dass der Mineralölkonzern mittlerweile eine Internetseite (www.deepwaterhorizonresponse.com) eingereichtet hat, auf der jedermann gebeten wird, seine Lösungsvorschläge einzureichen. Der örtliche, vom Präsidenten Brack Obama eingesetzte, Koordinator der Rettungsarbeiten, Admiral Thad Allen, verglich die Situation gar mit der Rettung der „Apollo13“-Mission, bei der nur großes Improvisationstalent die Besatzungsmitglieder der Raumfähre auf die Erde zurückbrachte. Mittlerweile werden auch die ersten Stimmen laut, die drastische Schritte fordern. Russische Experten schlugen den Einsatz einer Atombombe vor, deren Explosion das Loch verschließen soll.

Während die Grübeleien andauern, sprudeln weiterhin pro Tag etwa 800.000 Liter Rohöl in den Golf von Mexiko. Schon jetzt sind Explosion und Untergang der „Deepwater Horizon“ die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA. (RNO)

Bild: NASA Goddard Photo and Video



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: