17. Mai 2010, Nürnberg

Eisenbahn-Sonderschau im Nürnberger Museum

So kompakt wie kaum sonst irgendwo lässt sich am Beispiel der sechs Kilometer langen Strecke der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth die deutsche Wirtschafts- und Sozialgeschichte seit dem frühen 19. Jahrhundert veranschaulichen. In seiner Sonderschau, einem der großen Beiträge zum 175-jährigen Bahnjubiläum, zeichnet das Nürnberger Museum Industriekultur bis 12. Dezember 2010 die Entwicklung von einer beschaulichen Landchaussee zu einer pulsierenden Achse nach.

Dabei spiegeln sich Technik- und Gesellschaftsgeschichte gegenseitig. Das erste Kapitel ist dem Jubilar selbst gewidmet: dem „Adler“, 1835 für 12.000 Gulden aus England geliefert und Auslöser eines regelrechten Eisenbahnfiebers. Außerdem begegnen dem Besucher illustre Namen wie AEG, Triumph-Adler, Schuco, Quelle und die Datev, die sich wie Perlen entlang der Trasse der einstigen Ludwigsbahn ansiedelten. Viele sind dem Strukturwandel zum Opfer gefallen, einige bestehen an anderer Stelle fort oder halten dem Standort die Treue (www.museen.nuernberg.de). (Tourismusverband Franken e. V.)



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