19. Mai 2010, Harz

Rund um Troja – Völker, Fakten und Phantasien

Glaubt man den Versen Homers, so war es eine Idee des listenreichen Odysseus, die der von den Griechen belagerten Festung Troja den Untergang brachte. Er ließ ein hölzernes Pferd bauen und versteckte sich und einige Krieger in seinem Rumpf. Die ahnungslosen Troer holten dieses Pferd in ihre Stadt und öffneten damit dem Feind Tor und Tür. Soweit der bis heute beeindruckende Bericht Homers. Forschungen haben ergeben, dass die Sagen um den Niedergang der in Kleinasien gelegenen Stadt eine Schnittstelle zwischen historischem Tatsachenbericht und mythisch überhöhter Fabulierkunst darstellt. In der Ilias gehen Geschichte und Geschichten eine unauflösliche Verbindung ein, und das Trojanische Pferd hatte vielleicht nicht im Wortsinn Pferdegestalt, sondern war eine Belagerungsmaschine, der man einen Tiernamen verlieh.

Kulturhistorische Zinnfiguren veranschaulichen im Zinnfigurenmuseum Goslar genau diese Spannung in Form von Einzelstücken, Gruppen oder Dioramen. Mythos und Geschichte werden gegenüber gestellt, Völker „rund um Troja“ einschließlich Ägypten dargestellt. Die Ausstellung basiert auf dem Konzept und der Sammlung von Dr. Wolfgang Weiß, Edingen. Eindrucksvoll wird die Zeit um 1250 v. Chr. im Zinnfiguren-Museum Goslar präsentiert. Die Ausstellung wird bis März 2011 zu sehen sein. (GOSLAR marketing gmbh)



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