26. Mai 2010, Dresden

Keramische Spezialsammlung im Dresdner Zwinger wiedereröffnet

Die qualitätsvollste und mit 20.000 Einzelstücken zugleich umfangreichste keramische Spezialsammlung der Welt steht den Kunstliebhabern seit April nach sechsmonatiger Restauration wieder uneingeschränkt im Dresdner Zwinger zur Verfügung. Die neuartige Präsentation ist eine Hommage an August den Starken im Geiste des Spätbarock. Die Wiedereröffnung der Porzellansammlung ist ein Glanzpunkt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Jubiläumsjahr des Porzellans.

Mit der Neugestaltung habe der New Yorker Architekt Peter Marino an die bisherige Gestaltung der Ostasiengalerie angeknüpft, mit der er bereits 2006 großes Aufsehen erregt hatte. In der südlichen Bogengalerie – mit Porzellan aus China und Japan – finden sich nun vergoldete, barocke anstelle der bisher postmodernen Konsolen. Ein opulentes Wandarrangement erwartet die Besucher auch in der neu gestalteten Langgalerie mit türkisfarbenem Porzellan vor purpurvioletter Wand. Dieses Ensemble war in größerer Form bereits für das Porzellanschloss – das Japanische Palais – vorgesehen. Im bisher nüchternen Tiersaal sind die Wände nun mit Ledertapeten nach Vorbildern des frühen 18. Jahrhunderts gestaltet. In der Mitte des Saales stehen zwei chinesisch anmutende Baldachine, zwischen ihnen findet sich ein gitterförmiger fünf Meter hoher Pavillon im chinesischen Stil, gedeckt von einem Pagodendach mit Porzellanglocken. Auf vergoldeten Wandkonsolen sitzen Vogelplastiken des Meißner Modelleurs Kaendler – ebenfalls des 18. Jahrhunderts.

Die Dresdner Sammlung verfügt weltweit über die größte Anzahl an Tierplastiken. Die Porzellansammlung im Dresdener Zwinger ist täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kontakt: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Presse und Kommunikation, Residenzschloss, Taschenberg 2, 01067 Dresden, Tel.: 0351-49142643, Fax: 0351-49142366, presse@skd.museum, www.skd.museum. (TM Gesellschaft Sachsen mbH)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: