31. Mai 2010, Madrid

Neue Räume für Mittelalter und Renaissance im Museo del Prado

Der Madrider Prado besitzt die umfassendste Sammlung spanischer Malerei des 11. bis 18. Jahrhunderts sowie zahlreiche Meisterwerke großer Künstler von internationaler Bedeutung wie beispielsweise El Greco, Velázquez, Goya, Hieronymus Bosch, Tizian, Van Dyck und Rembrandt. Im vergangenen März wurden im Museo del Prado die neuen Säle für eine der bedeutendsten Sammlungen des Museums eröffnet: die Gemäldesammlung des Mittelalters und der Renaissance. Mit der Neueröffnung erfüllt sich der ehrgeizige Plan, die Sammlungen des Museums neu zu ordnen und zu erweitern.

Vor der Ausstellung der Werke sind die Gemälde restauriert worden. Auch wurden die Räume Änderungen unterworfen, um den Besuchern eine bessere Zugänglichkeit zu ermöglichen. Durch die neue Nutzung von Räumen, die zuvor eine andere Funktion hatten, konnte weiterer Ausstellungsraum hinzugewonnen werden. Für die Umgestaltung ist der spanische Architekt Rafael Moneo zuständig, dessen Erweiterungsbau von 2007 die ursprüngliche Ausstellungsfläche des Prado um mehr als die Hälfte vergößerte. In den neuen Museumssälen sind die romanische Malereien von Santa Cruz de Maderuelo und San Baudelio de Berlanga zu sehen, die großen Altarbilder von Rodriguez de Toledo und Nicolás Francés, die Werke von Luís Alincbrot, Fernando Gallego, Bermejo, Paolo de San Leocadio, Berruguete oder Juan de Flandres.

Als Vertreter der Renaissance und des Manierismus hängen in den neuen Sälen Meisterwerke von Fernando Yañez, Machuca, Correa de Vivar, Juan de Juanes und Luis Morales. Mit dem sogenannten „Kunstdreieck“, zu dem der Prado, die Stiftung Thyssen-Bonermisza, die nahe gelegene Caixa Forum Stiftung und das Centro de Arte Reina Sofía gehören, verfügt Madrid über den Luxus, auf kleinstem Raum eine der weltweit größten Konzentrationen von Kunst aus allen Epochen zu besitzen. (Tourspain)



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