Nordic-Walking-Park führt zu Sehenswürdigkeiten der Starnberger Seenlandschaft

Ob wandernd, joggend, spazieren gehend oder walkend – Fußgänger aller Facetten erleben das Starnberger Fünf-Seen-Land in einem neuen Park, der mit insgesamt rund 280 Streckenkilometern zu den größten seiner Art in Europa zählt. Die 23 reizvollen Routen führen zu Sehenswürdigkeiten wie Kloster Andechs, durch traumhafte Seenlandschaften, die schon Könige wie Ludwig II. in ihren Bann zogen und sogar zu den Lieblingsorten von Kaiserin Elisabeth von Österreich, auch Sisi genannt.

Duftende Rosen, prächtige Villen und natürlich ihr geliebter Seelenverwandter König Ludwig II. säumen den 8,6 Kilometer langen Weg, auf dem sich Aktive der Kaiserin nahe fühlen. Los geht’s am Bahnhof des kleinen Ortes Feldafing, der idyllisch am Starnberger See liegt. Im benachbarten Possenhofen verbrachte Sisi im gleichnamigen Schloss eine unbeschwerte Kindheit. Vorbei am Golfhotel ,,Kaiserin Elisabeth“, wo die melancholische Monarchin später samt Hofstaat zu residieren pflegte, gelangt man zum denkmalgeschützten Feldafinger Strandbad. Hier lohnen sich ein kühlendes Bad und anschließend ein Abstecher auf die einzige Insel im Starnberger See, die Roseninsel, die von Mai bis Oktober von einer kleinen Fähre angesteuert wird.

Märchenkönig Ludwig II. und seine Großcousine Sisi haben sich einst auf dem romantischen Eiland heimlich getroffen, sind durch den üppigen Rosengarten geschlendert oder haben im königlichen Ferienhaus gespeist. Bevor es durch die wilde Wolfsschlucht zurück zum Ausgangspunkt geht, sollte man im Kaiserin Elisabeth Museum im historischen Bahnhof Possenhofen eine Pause einlegen, wo man fernab vom Kitsch der Kino-Kaiserin alles über die historische Sisi erfährt.

„Wer mag, kann von Feldafing aus auch am Seeufer entlang weiter nach Tutzing gehen und von dort aus mit der S-Bahn wieder zurück fahren“, sagt Claudia Streng-Otto. Die ausgebildete Trainerin führt Urlauber durch den Nordic Walking Park und kennt die schönsten Strecken durchs Starnberger Fünf-Seen-Land. „Ein großer Vorteil des Parks besteht darin, dass man seine Touren problemlos variieren und mit der S-Bahn abkürzen kann“, erklärt sie. Die 23 Routen sind zudem sorgfältig erarbeitet, ausgeschildert und mit spezieller Karte problemlos erreichbar. Zudem können Aktive ab 25 Euro pro Stunde Trainer buchen, die als Coach und zugleich Gästeführer durch die Natur rund um Ammersee, Starnberger See, Weßlinger See, Pilsensee und Wörthsee leiten.

Eine der Lieblingsrouten von Claudia Streng-Otto schlängelt sich von Feldafing aus am Seeufer Richtung Süden entlang und dann hinauf zur malerischen Ilkahöhe. Von der idyllischen Anhöhe aus, auf der ein weithin bekanntes Restaurant zur Einkehr lädt, genießen die Gäste ein herrliches Panorama über den See bis zu den nahen Alpenketten am Horizont. Den Ausblick muss man sich allerdings hart erarbeiten, denn der Weg hält einige anspruchsvolle Steigungen parat. Wer den Schildern mit dem Hinweis auf die Panoramatour folgt, kann sich zudem auf zahlreiche prächtige Villen und Schlösser freuen, die Teile der 20 Kilometer langen Rundtour säumen.

Weniger Prunkbauten, dafür uralte Bäume, die gerade in der Sommerhitze angenehmen Schatten spenden, machen den Reiz der 17 Kilometer langen Route von Feldafing zum Maisinger See aus. Gerade Familien mit kleinen Kindern sollten sich für diesen Park-Spaziergang entscheiden, denn die wilden Schluchten und Wälder sowie ein kleiner Bachlauf verwandeln die Wanderung in einen spannenden Abenteuertrip. Am Maisinger See wartet dann ein uriger Gasthof. Während sich die Erwachsenen hier mit kühlen Getränken und deftigen Speisen stärken, schließt der Nachwuchs auf dem großen Spielplatz neue Freundschaften.

Liebe auf den ersten Schritt dürfte der Park bei sportlich Ambitionierten auslösen, die zum Beispiel in Herrsching und Inning am Ammersee kurze, aber knackige Touren finden. Darunter den „Kaiser Heinrich II. Weg“ in Inning am Ammersee oder die Zwei-Seen-Route ab Stegen. Oder wie wär’s mit sportlichem Sightseeing? Im Nordic Walking-Park führen viele Wege auf den Heiligen Berg, auf dem seit jeher das berühmte Benediktinerkloster Andechs thront. (TV Starnberger Fünf-Seen-Land)



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