9. Juni 2010, Baden-Württemberg

Vom „Schwäbischen Vulkan“ zum Limes

Aschewolken und Lavaströme wie auf Island sind nicht zu befürchten, doch auch auf der Schwäbischen Alb haben Vulkane im Lauf der Erdgeschichte ihre Spuren hinterlassen. Vor allem der vor 16 Millionen Jahren aktive „Schwäbische Vulkan“ prägte Teile der Landschaft im 25 Kilometer-Umkreis von Bad Urach, besonders deutlich am Randecker Maar, einem ehemaligen Vulkankrater. Die Geheimnisse der Schwäbischen Alb und ihres spannenden, oft sogar dramatischen Landschaftsbildes entschlüsseln in vielen Teilen der Region die Alb Guides, die bis in den Herbst hinein mehrere Dutzend Themenführungen anbieten.

Wacholderheiden, Felsköpfe, Burgen, Schluchten, Kultstätten – jeder Fleck in dieser eigenwilligen Landschaft erzählt eine eigene, spannende Geschichte. Unterwegs wartet so manche Überraschung auf die Teilnehmer der Führungen, die zu festen Terminen, für Gruppen, Vereins- oder Betriebsausflüge, Familien oder Schulklassen zusätzlich auch nach Vereinbarung zur Wahl stehen – auf Schusters Rappen, mit dem Rad, per Kutsche, im Bus oder ganz sportlich im Nordic-Walking-Tritt.

Im Landkreis Heidenheim und der Brenzregion stehen beispielsweise Themen wie Geologie, Archäologie, Kulturgeschichte und Natur auf dem Programm. Da geht es etwa um die Faszination der Bienenvölker oder um eine genussreiche Tour „Von der Heide in die Pfanne“. Mit der Familie und dem Bollerwagen wird man zu den Mammutjägern ins Lonetal begleitet, und die alte „Diva Brenz“ plaudert aus dem Nähkästchen. Auf der Zollernalb reicht das Spektrum der jährlich rund 50 geführten Unternehmungen von der zweistündigen Kurz- bis zu Halb- und Ganztagestouren. Wie wäre es zum Beispiel mit „Rätsel am Albtrauf“, „Mit Lichtgeschwindigkeit durch unser Sonnensystem“ oder „Versteckte Quellen, Felsköpfe und eine Hexenküche?“ Bei Marbach geht es natürlich um „Wandern, Pferde, Landschaft und Geschichte rund ums Gestüt“, auf der Zwiefalter Alb ums Biosphärengebiet, bei Bad Urach um den „Baumeister Wasser“ und bei Ödenwaldstetten um den „Albbüffel“, um nur einige Beispiele zu nennen.

Auf ein ganz anderes Thema konzentrieren sich die Limes-Cicerones: das UNESCO-Weltkulturerbe Obergermanisch-Raetischer Limes. Die speziell geschulten Gästebetreuer organisieren kompetent und lebendig Führungen, Wanderungen und besondere Events. In der Kleidung jener Zeit erwecken sie die Antike zu neuem Leben, etwa bei einer Grenzpatrouille im Fackelschein mit dem Soldaten Tiberius Claudius Maximus, beim Bogenschießen mit dem römischen Reiterbogen, beim Tragen von Römerhelm, Kettenhemd und Schwert oder bei Einblicken in die römische Küche oder das hochentwickelte Badewesen. Und der Seplasiarius verzaubert die Besucher mit römischem Räucherwerk, Salben, Ölen und Düften, während ein Medicus die antike Heilkunst erklärt.

Programme und weitere Informationen bei Schwäbische Alb Tourismus, Marktplatz 1, 72574 Bad Urach, Tel. 07125/948106, Fax 07125/948108, info@schwaebischealb.de, www.schwaebischealb.de, www.alb-guide.de und www. limes-cicerones.de. (Schwäbische Alb Tourismus)



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