16. Juni 2010, Scuol

Muottas Muragl: Betrieb trotz Hotel-Umbau

Wer derzeit von St. Moritz in Richtung Samedan fährt, kann ihn kaum übersehen – den grossen Kran hoch oben auf Muottas Muragl. Das rund 100 Jahre alte Berghaus auf dem vielleicht schönsten Aussichtspunkt des Engadins wird mit grossem Aufwand fit für die Zukunft gemacht. „Da bleiben natürlich die Anfragen von Gästen nicht aus“, sagt Dieter Bogner, Head of Marketing der Bergbahnen Engadin St. Moritz AG. Aber er kann alle beruhigen: „Die Standseilbahn fährt während der gesamten Sommersaison (bis 17. Oktober) und trotz der umfangreichen Sanierungsmassnahmen muss auf Muottas Muragl niemand auf ein gewohnt gutes Angebot verzichten.“ Und so wird der Hausberg von Samedan auch in diesem Sommer seine Gäste mit unberührter Natur, spektakulären Ausblicken in den Bann ziehen.

Trotz der Umbau-Arbeiten werden die Gäste auf dem vielleicht schönsten Aussichtsberg des Engadins in den Sommer-Monaten kulinarisch verwöhnt: „Die Speisekarte ist nur minimal eingeschränkt“, erklärt Christian Meili, Leiter Gastronomie und Lodging der Bergbahnen Engadin St. Moritz AG. Die Villa Lyss, ein liebevoll umgebautes Maiensäss, bietet – auf Anfrage auch abends – mit ihren rund 25 Sitzplätzen behagliche Hüttenromantik am knisternden Feuer. Die Standseilbahn fährt täglich von 8.10 bis 17.40 Uhr alle 30 Minuten.

Die Baumassnahmen liegen derzeit voll im Zeitplan. So sollte der feierlichen Eröffnung des neuen Hotels Muottas Muragl am 17. Dezember nichts im Wege stehen. Dann wird sich das Hotel in „neuem Gewand“ und mit neuem Konzept präsentieren: In den 16 Räumen – vom kleinen romantischen Zimmer bis zur Suite – dominieren Arvenhölzer. Auch die Zeit der Etagen-Duschen ist vorbei. Alle Zimmer verfügen künftig über eigene Bäder, manche sogar über einen Balkon. Neben einer gemütlichen Lounge gibt es für kleinere Veranstaltungen auch noch einen zusätzlichen Tagungsraum.

Noch vielfältiger als bisher wird es auch bei der Gastronomie: Das Restaurant im Hotel wird komplett umgebaut und bekommt durch die Verwendung von Arven-Hölzern und Steinen ein völlig neues Aussehen. Zusätzlich zur erweiterten Terrasse gibt es künftig das Scata-Restaurant mit modernem Kulinarik-Konzept. In dem modernen Kubus aus Holz und Glas werden hochwertige Speisen zu kleinen Preisen serviert. Abgerundet wird das Scata-Angebot durch eine Kaffeebar.

Aber auch „hinter den Kulissen“ tut sich einiges. So erhält die Küche eine moderne Ausstattung und die gesamte Energieversorgung wird neu gelöst. Das Berghaus wird zu einem energie-autarken Gebäude nach Minergie-Standard – dem in der Schweiz wichtigsten Standard für Niedrigenergie-Häuser. Geheizt wird das Gebäude per Wärmeaustausch mit Hilfe einer Erdsonde sowie Solar Panels.

Wer sich jetzt mit eigenen Augen von den Baufortschritten überzeugen will oder wer einfach die schöne Aussicht von dem „kleinen Hügel“ (das ist die Übersetzung von dem rätoromanischen Muottas Muragl) auf die Engadiner Seenlandschaft geniessen möchte, der kann dies noch bis zum 17. Oktober tun. Dann nämlich ist Sommersaison auf dem Hausberg von Samedan. (Engadin St. Moritz Mountain Pool)



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