16. Juni 2010, Deutschland, Multimedia

Unesco fordert Bildungsoffensive für nachhaltige Entwicklung

„Mehr wissen! Mehr tun!“ – unter diesem Motto startet die Deutsche Unesco-Kommission die Internetseite www.mehr-wissen-mehr-tun.de. „Nachhaltigkeit ist kein Thema nur für Öko-Freaks“, sagt der Berliner Erziehungswissenschaftler Prof. Gerhard de Haan. „Jeder kann etwas zu einer nachhaltigeren Entwicklung beitragen. Die neue Seite sagt in einer Sprache, die jeder versteht, was das sein könnte.“ Die Initiative ist ein Beitrag zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, einer weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen.

Die Internetseite zeigt, dass es gar nicht schwer ist, sich für eine nachhaltigere Zukunft einzusetzen. Die Seite stellt Menschen vor, die sich dafür entschieden haben, wie in kleinen Schritten etwas mehr für Gerechtigkeit, Umweltschutz und fairen wirtschaftlichen Fortschritt getan werden kann. Nutzer finden auch Ideen und Projekte aus ganz Deutschland, die das Prinzip der Nachhaltigkeit verbreiten.

Passend zum Jahresthema der UN-Dekade sind Fragen rund um Geld und Nachhaltigkeit ein Schwerpunkt der Webseite. Partner sind die Sparkassen-Finanzgruppe, die das Projekt finanziell unterstützt, und die Agentur Fields. „Unser Ziel ist, dass sich möglichst viele Menschen in Deutschland mit Fragen der Nachhaltigkeit befassen und am Ende von sich sagen können ‘Wir wissen, was wir tun!'“, sagt Prof. Gerhard de Haan.

Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu – etwa Teamfähigkeit oder interdisziplinäres Denken – vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wo kaufe ich Kleidung, ohne Ausbeutung in Asien oder Afrika zu unterstützen? Wie fördern wir wirtschaftlichen Fortschritt, ohne die Umwelt zu zerstören? Das sind nur zwei der Fragen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung beantwortet.

Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche Unesco-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Arbeit. Zu den Gremien der UN-Dekade zählen ein Nationalkomitee unter dem Vorsitz von Prof. Gerhard de Haan und ein Runder Tisch mit über 100 Mitgliedern. Bundesweit wurden bereits über 1000 Projekte für ihre vorbildliche Bildungsarbeit ausgezeichnet.

www.mehr-wissen-mehr-tun.de (Deutsche Unesco-Kommission e.V.)



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