19. Juni 2010, Mecklenburg-Vorpommern

Zu Besuch bei Gerhart Hauptmann auf Hiddensee

Als das “geistigste aller deutschen Seebäder” bezeichnete Gerhart Hauptmann (1862-1946) die Insel Hiddensee, die er als Schauplatz seines Dramas “Gabriel Schillings Flucht” wählte und ihr damit ein literarisches Denkmal setzte. Im Haus “Seedorn” in Kloster war er bereits 1926 Sommergast, 1930 kaufte Hauptmann das Haus, in dem er bis 1943 mit seiner zweiten Frau Margarete Marschalk die Sommermonate verbrachte.

Seit seinem 10. Todestag 1956 ist das Haus “Seedorn” Gedenkstätte und kulturelles Zentrum von Kloster, hier finden Lesungen, Vorträge und Konzerte statt. Hauptmanns Wohnräume findet man so gut wie unverändert vor: Schreibtisch, Stehpult, Tisch, Bücher und nachts verfasste Notizen an der Wand über dem Bett. Das Haus ist ausgestattet mit Bildern und Skulpturen seiner Malerfreunde und seines Sohnes Ivo Hauptmann. Arbeitszimmer und Schlafräume, Kreuzgang und Weinkeller, Terrasse und Park vermitteln einen Eindruck, wie die Künstler auf der Insel der Fischer, Maler und Poeten in den “goldenen” zwanziger Jahren lebten. Das Grab des Dichters, das ein riesiger Findling schmückt, befindet sich hinter der Inselkirche.

Das Gerhart-Hauptmann-Haus ist im April montags bis samstags von 11.00 bis 16.00 Uhr, von Mai bis Oktober täglich 10.00 bis 17.00 Uhr, im November und im März dienstags bis samstags von 11.00 bis 14.00 Uhr und im Dezember, Januar und Februar donnerstags von 11.00 bis 14.00 Uhr bzw. nach Voranmeldung geöffnet. Informationen: Gerhart-Hauptmann-Haus, Kirchweg 13, 18565 Kloster, Tel.: 038300 / 397, www.gerhart-hauptmann.de. (TV Mecklenburg-Vorpommern e.V.)



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