21. Juni 2010, ADAC

Zahl der Verkehrstoten könnte 2010 erstmals unter die 4000er Grenze fallen

Die Zahl der in Deutschland bei Straßenverkehrsunfällen getöteten Menschen dürfte nach Angaben des ADAC in diesem Jahr erstmals unter 4 000 sinken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind zwischen Januar und April 2010 rund 16 Prozent weniger Personen auf den Straßen getötet worden als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bei gleichbleibender Entwicklung in den restlichen acht Monaten dieses Jahres würde die Verkehrstotenzahl auf rund 3 500 sinken und eine Halbierung der Verkehrstotenzahl binnen einer Dekade erreicht. Im Jahr 2000 waren 7 503 Menschen in Deutschland bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.

Eine deutliche Reduzierung der Getötetenzahl innerhalb des Zehn-Jahres-Zeitraums werden nach Berechnungen des ADAC voraussichtlich auch Länder wie Portugal, Frankreich und Spanien erreichen. Dort wurde – ebenfalls ausgehend vom Jahr 2000 – im Jahr 2008 ein Rückgang von 52,9 Prozent (Portugal), 47,1 Prozent (Frankreich) und 46,3 Prozent (Spanien) registriert.

Anlässlich des Tages der Verkehrssicherheit am 19. Juni fordert der ADAC, dass – ungeachtet der Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit – effektiven Sicherheitsmaßnahmen weiterhin große Bedeutung beigemessen wird. So sterben in den Ländern der Europäischen Union immer noch pro Jahr rund 35 000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Notwendig sind aus Sicht des Clubs vor allem der weitere Ausbau von Verkehrssicherheitsprogrammen, Verbesserungen bei der aktiven und passiven Fahrzeugsicherheit und im Rettungswesen sowie bei der Gestaltung der Straßen. (ADAC)



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