27. Juni 2010, Thüringen

Geheimnis der Porzellanherstellung im Thüringer Wald gelüftet

Georg Heinrich Macheleid war es, der dem kleinen Örtchen Sitzendorf im Thüringer Wald zu gewisser Berühmtheit verhalf. Nach dreijährigen Experimenten entdeckte er 1760 hier das „Arkanum“, das Geheimnis der Porzellanherstellung. Er experimentierte mit Fegesand und hatte Glück, denn der Sand aus dem Steinbruch beim nahe gelegenen Königsee ließ sich in Porzellan verwandeln. Auch wenn Macheleid seine Porzellanmanufaktur später in Volkstedt bei Rudolstadt errichten ließ, in Sitzendorf arbeitet noch heute die Porzellanmanufaktur und lässt Besucher hinter die Kulissen der Produktion schauen.

Liebe zum Detail, viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Präzision stecken in jedem Stück Sitzendorfer Porzellan. Seit Gründung der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur in Jahr 1850 wird das kunsthandwerkliche Wissen von Generation zu Generation weitergegeben. Dazu gehört auch die Kunst, und gleichzeitig Markenzeichen der Manufaktur, des Spitzenbelegens. Diese wurde erstmalig 1884 von den Vorfahren Carla und Uwe Hermans angewendet. Porzellanliebhaber aus aller Welt können diese Besonderheit bei einer Manufakturvorführung bestaunen. Eine große Auswahl handgefertigtes Porzellan aus Sitzendorf und von Manufakturen der Thüringer Porzellanstraße gibt es bei der Werkschau und im Verkauf. Dazu werden auch Kreativkurse angeboten. Die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur ist von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und am Wochenende und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Mehr Informationen zur Sitzendorfer Porzellanmanufaktur, der Porzellanstraße und rund um das 250. Jubiläum des Thüringer Porzellans auf www.thueringen-tourismus.de und in der Tourist Information Thüringen unter 0361-37420. (Thüringer Tourismus GmbH)



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