30. Juni 2010, Hannover Region

Kleines Fest im Großen Garten feiert Jubiläum

Ein wahres Fest der Kleinkunst wird es, wenn sich am 7. Juli 2010 die Tore zum 25. Kleinen Fest im Großen Garten öffnen: Beim Jubiläum werden rund 145 Künstler aus aller Welt aufs Eis, in die Luft, ins Wasser oder auf die Bretter gehen, und auch diesmal wird wieder die unverwechselbare besondere Atmosphäre herrschen, wenn eine bezaubernde Welt aus Clownerie, Magie, Artistik, Theater, Akrobatik, Comedy, Masken- und Puppenspiel, Straßentheater, Poesie und Musik erwacht.

Im Jubiläumsjahr werden nicht nur das Programm und die Spielfläche erweitert, sondern auch die Zahl der Besucher pro Abend und einmalig die Zahl der Veranstaltungen erhöht. So können sich bis zum 26. Juli 2010 an 17 Tagen je 3 300 Besucher – also insgesamt 56 000 – im barocken Großen Garten vergnügen.

Die Zahl der Bestellungen im Kartenvorverkauf ist nochmals gestiegen. Waren im Jahr 2009 rund 134 000 Kartenbestellungen eingegangen, so wurden im Jubiläumsjahr mehr als 155 000 Bestellungen – also fast 16% mehr – registriert.

Großartige Künstler zahlreicher Genres aus 15 Nationen
Wenn in der 25. Saison das insgesamt 241. Kleine Fest im barocken Großen Garten in Herrenhausen seine Tore öffnet, wartet auf das Publikum das bisher umfangreichste Programm voller Überraschungen, Höhepunkte, aber auch voller Zauber und Poesie. Auf 32 Bühnen sowie auf Wiesen und Wegen werden Künstler aus 15 Nationen das Publikum in Heiterkeit, Staunen, Begeisterung, aber vor allem in gute Laune versetzen. Viele von ihnen sind Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe und Festivals, einige treten zum ersten Mal in Deutschland auf.

Eisläufer, Starmagier und eine Himmelserscheinung
Als „….spektakulärste und schönste Show der Welt“ bezeichnete eine große deutsche Wochenzeitung den Moskauer „Circus on Ice“. dem im Jahr 2008 beim Internationalen Zirkusfestival in Bukarest der 1. Preis verliehen wurde. Ein Ausschnitt der Show mit Artistik, Glamour und höchster technischer Perfektion auf Kufen ist im Gartentheater zu erleben. Nicht minder temperamentvoll geht es bei La Guardia Flamenca zu: Begleitet von Musikern verquicken die rassigen Tänzerinnen eine disziplinierte Majoretten-Trommel-Parade mit feurigem Flamenco und erzeugen eine explosive Mischung. Erneut ist dem Festivalmacher Harald Böhlmann ein besonderer Coup gelungen: Er konnte Hans Klok, den weltberühmten Niederländer – er gilt als schnellster Magier aller Zeiten – für das Kleine Fest gewinnen. Bereits im vergangenen Jahr war das wundersame Spektakel Heliosphere von Dream Engine aus Großbritannien probeweise schon einmal über das Große Parterre geschwebt. Jetzt können alle Besucher des Kleinen Festes die spektakuläre „himmlische“ Vorstellung erleben.

Und immer wieder …Clowns
Ein Schwerpunkt im Programm sind wieder die Clowns und Komödianten mit internationalen Spitzenkünstlern: Barry Lubin, Starclown im berühmten Big Apple Circus in New York ist ebenso wieder dabei wie Jigalov, über viele Jahre Star in der Manege beim Circus Roncalli. Dazu gehören auch Mikos, drei Clowns und Akrobaten aus Moskau, die auf der Bühne ein absurdes Theater inszenieren, oder auch die Musikclowns Gogol & Mäx mit ihrem haarsträubenden Duell von Bach bis Boogie-Woogie. Nino Costrini, der international preisgekrönte Straßentheater-Clown kommt er mit neuer Show: ironisch bis sarkastisch und reichlich verrückt. Auch zwei weibliche Clowns halten die Lachmuskeln auf Trab: Rosemie, die schwäbische Hausfrau, die als eine der besten ihrer Zunft gilt, und die Japanerin Migiwa, die als „Clown der Oper“ die Opernliteratur interpretiert.

Verheiratete Männer und die Gretchenfrage
Zwei Männer, die auch nicht miteinander, aber schon gar nicht ohne einander können, sind The Married Men: Dave Evans und Mat Ricardo mixen wieder einmal Zirkuskünste, Comedy und lautstarke Argumentation zu ihren höchst vergnüglichen Beziehungskrächen nach dem Motto „nichts ist unmöglich“. Die Deklamateure lassen eine Tradition des Kleinen Festes neu aufleben: die Kurzversion eines Theaterklassikers über den Wassern der Sternfontäne. Eingedampft auf 20 Minuten und 3 Akteure tobt Goethes Faust über die viel zu kleine Bühne. Dabei bleibt kein Auge und wohl auch keiner der Akteure trocken. Schon 2006 gehörte Jens Ohle mit seiner neun-sprossigen Leiter zu den Publikumslieblingen. In seiner neuen Stand-up Comedyshow gibt der lustige Vogel eine Grossillusion mit fatalen Folgen, grobem Unfug und rasantem Kleider- und Stimmungswechsel zum Besten. Hintergründige Comedy und artistisches Können, gepaart mit musikalischer Virtuosität und sehr viel Charme, sind die Elemente, mit denen Oskar & Strudel ihr Publikum begeistern. Allerschönstes Straßentheater bringen Les Dutunnels mit ihrem „Photoalbum“ mit – eine Geschichte um Liebe, Leben, Lachen, Weinen und Tod, die aus einem beweglichen Tunnel hervorquillt – von 14 Künstler aus Frankreich mal poetisch, mal turbulent zum Leben erweckt wird. Eine mitreißende Szenerie.

Göre auf der Suche nach der Liebe und höherer Blödsinn
Nun ist sie schon zum siebten Mal beim Kleinen Fest und noch immer auf der Suche nach der Liebe: Shirlee Sunflower, die freche, männermordende Göre von Downunder. In den Jahren 2005 und 2006 waren sie bereits der Renner beim Festival – inzwischen gehören Eure Mütter zu den erfolgreichsten Live-Comedians Deutschlands. Erwähnt man ihre „Weltmeisterschaft im Synchron-Haarewaschen“ erinnert sich jeder an
das Trio mit der genialen Mischung aus Sketchen, frechen Monologen, skurrilen Gags und Tanzeinlagen. Auszüge aus seinen sieben Solo-Programm bringt der Kabarettist Matthias Brodowy mit Comedy in Wort und
Ton auf die Bühne. Und sicher ist auch seine Liebeserklärung an Hannover „Stadt mit Keks“ dabei, wenn der charmante und vielfach preisgekrönte „Vertreter für höheren Blödsinn“ einen Bogen vom beissenden politischen Kabarett bis zur schmerzhaften Selbstironie schlägt.

Puppen lachen, tanzen, lieben…wissen, was sie wollen

In diesem Jahr ist auch das Puppen- und Maskenspiel stark vertreten. Hat er mit seinem „Korb der Pandora“ auch die kleinste Bühne, so ist der doch einer der Größten seines Fachs: Sein magischer Korb hat den Argentier Diego Stirman schon zu den bedeutendsten Marionetten-Festivals der Welt begleitet. Die Puppen tanzen lässt auch Sascha Grammel. Mit dem Hamburger Ökotrophologen Prof. Dr. Peter Hacke, stolzer Herausgeber eines Ernährungs-Bestsellers, erlebt der quirlige Puppet-Comedian und Bauchredner charmant-verrückte Abenteuer. Außergewöhnliche Puppen und eine bewunderswerte Art, sie zu führen, sind das Markenzeichen des Petersburger Mini-Dlin Marionettentheaters. Mit seinen beeindruckenden Masken und seinem poetischen Spiel verzauberte das Temps Fort Théatre schon 1986 das Publikum und ist seither regelmäßiger Gast. Jetzt sind die beiden Akteure wieder mit ihrer „Liebesgeschichte“ frei nach Ovid dabei.

Känguruhs aus Downunder und gewagte Balanceakte
Temporeich und kraftvoll geht es Price and McCoy, den beiden „Känguruhs aus Downunder“ zu: Akrobatik auf höchstem Niveau mit einem Schuss Komik. Ein Höchstmaß an Konzentration braucht Nicky Viva bei seinem Auftritt, denn es gibt kaum etwas, was der Schweizer nicht balanciert. Akrobatische Spitzenleistung präsentieren auch wieder Les Acrostiches aus Frankreich. In ihrer witzigen Show, kreieren sie als Jongleure, Akrobaten, Sänger, Clowns ein fulminantes Entertainment in Variété-Format, hautnah und kräftig gewürzt mit burlesker Komik.

Und dann und wann ein kleiner Elefant
Auf den Wegen begegnen den Besuchern eindrucksvolle Figuren, poetische Maskenaktionen, Drachentöchter, eine galaktische Zigeunerin, grazile Fabelwesen auf Stelzen und Seepferdchen. Auch eine unternehmungslustige und leicht durchgeknallte Großtante mit ihrem verschüchterten Neffen ist unterwegs. Schon beinahe nicht mehr wegzudenken beim Kleinen Fest sind das Scharniertheater und natürlich Frans, der kleine Clown, der niemals spricht, und wieder mit seinem großen Koffer unterwegs ist. Kein Künstler erhält beim Kleinen Fest so viele Liebeserklärungen wie dieser großartige Künstler aus den Niederlanden. Auch Jochen, der geschwätzige, kleine Elefant, der auf seinem Dreirad durch den Garten radelt, war im letzten Jahr schon Publikumsliebling. Niemand kann so kunst- und humorvoll sein herrliches Eis unter die Zuschauer bringen wie Eis Ali, der flinke Türke aus den Niederlanden. Zum Verweilen laden auch die orientalischen Zelte und die duftenden Köstlichkeiten des Mokkamakers am Schwanenteich ein.

Himmlisches Spektakel und krönender Feuerzauber
Wenn ein märchenhaft anmutender, leuchtender Ballon mit einer Trapezkünstlerin von Musik begleitet über den Großen Garten schwebt und mit dem Publikum Kontakt aufnimmt, neigt sich das Kleine Fest seinem abendlichen Ende zu. Krönender Abschluss des fast vierstündigen Programms ist traditionsgemäß das Defilée aller Künstler und ein eigens choreographiertes Feuerwerk. Später verabschiedet sich der grüne Festsaal, der Große Garten, mit Illuminationen und Wasserspielen zu Barockmusik. Das Motiv für das 25. Kleine Fest im Großen Garten hat – wie in den Vorjahren – der polnische Plakatkünstler Jerzy Joachimiak gestaltet. Veranstalter des „Kleinen Festes im Großen Garten“ ist die Landeshauptstadt Hannover – Sport und Eventmanagement. Kulturpartner ist NDR Kultur. (TM Niedersachsen GmbH)



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