2. Juli 2010, Normandie

Seefest Saint-Vaast-la-Hougue: Papierblumen zum Gedenken der Seeleute

Am 18. Juli 2010 findet zum 10. Mal in dem normannischen Küstenort Saint-Vaast-la-Hougue das Seefest satt. Dieses Fest wird nur alle 10 Jahre begangen. Die Einwohner gedenken auf diese Weise der verschollenen Seeleute. Eine Million Papierblumen werden den Ort in ein Blütenmeer verwandeln. Die Halbinsel Cotentin im nördlichen Teil des Departments La Manche ist ein von Touristen noch wenig entdecktes Gebiet der Normandie.

Eine halbe Autostunde von Cherbourg entfernt liegt Saint-Vaast-la-Hougue. Seit 1945 hat die Fischereiflotte des Ortes 20 Schiffbrüche erlitten. Insgesamt sind hierbei 55 Seeleute gestorben. Zwei Seeleute gelten noch immer als vermisst. Noch heute leben rund 120 Familien in Saint-Vaast-la-Hougue vom Fischfang. Um den vermissten und toten Seeleuten zu gedenken, wird seit 1932 ein Seefest (frz. „Fête de la Mer“) ausgerichtet. Seit dem Jahr 1961 findet dieses ungefähr alle 10 Jahre statt. Für die letzte Auflage des Festes im Jahre 2000 dauerten die Vorbereitungen über 12 Monate. Anlässlich des Seefestes werden der gesamte Ort sowie die Schiffe beflaggt und dekoriert. 2.000 Bewohner bastelten vor 10 Jahren eine Millionen Papierblumen. Damals zählte man zwischen 15.000 und 20.000 Besucher.

Der Präsident des Organisationskomites, Gilbert Doucet, erklärte der französischen Tageszeitung Ouest-France, dass am Vormittag des 18. Julis 2010 eine Messe unter freien Himmel abgehalten werde. Gegen 15 Uhr führen dann die Boote auf das offene Meer zur Segnung. Gegen 17 Uhr würden diese dann wieder an den Kais zurück erwartet. 2010 werden zwischen 20.000 und 30.000 Besucher erwartet. (Maison de la France)



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