8. Juli 2010, Fußball, Südafrika

Bittere Niederlage gegen Spanien: Deutschland verliert das WM-Halbfinale

Aus der der Traum: wie schon 2006 scheiterte die deutsche Fußballnationalmannschaft auch bei der Weltmeisterschaft in Südafrika im Halbfinale. Nach zuvor überragenden Leistungen gegen England (4:1) und Argentinien (4:0) ließ das junge deutsche Team im Spiel gegen Europameister Spanien nicht nur die nötige Reife, sondern auch elementare Dinge wie Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und Spielfreude vermissen. Nach einer, aus deutscher Sicht, enttäuschenden Vorstellung, musste sich die DFB-Elf, wie schon im EM-Finale 2008, Spanien mit null zu eins geschlagen geben.

Die Südeuropäer zogen verdient ins Finale ein und präsentierten sich zu jeder Phase des Spiels als die überlegende Mannschaft. Während die Spanier zahlreiche Torchancen kreierten, kam das deutsche Team nur über Piotr Trochowski (32.) und Toni Kroos (70.) zu zwei wirklich ernsthaften Einschussmöglichkeiten. Nach einer Ecke von Xavi, wuchtete Charles Puyol den Ball per Kopf ins Netz und zerstörte damit alle deutschen Hoffnungen auf den vierten WM-Stern (73.).

Vor allem der gesperrte Youngstar Thomas Müller (20) fehlte in der deutschen Offensive an allen Ecken und Enden, was auch deshalb so ins Gewicht fiel, weil das restliche Mittelfeld um Sami Khedira, Lukas Podolski, Mesut Özil und Trochowski einen ganz schwachen Tag erwischte. Einzig Bastian Schweinsteiger bot eine abermals überragende Vorstellung und zeigte in jeder Sekunde des Spiels den absoluten Siegeswillen.

Rückwirkend betrachtet, hat das Team von Joachim Löw (50), bei dem ersten WM-Turnier auf dem afrikanischen Kontinent, zwar alle Kritiker überrascht und die Fans hierzulande wieder mal begeistert: im entscheidenden Moment allerdings, war das Team nicht in der Lage, die Bestleistung abzurufen und ist im Finale nun zum Zuschauen verdammt.

Beim EM-Turnier 2012 in Polen und der Ukraine oder spätestens bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, sollte der goldenen deutschen Generation um Per Mertesacker (25), Philipp Lahm (26), Bastian Schweinsteiger (25) und Lukas Podolski (25) dann aber endlich der „große Wurf“ gelingen. (RNO)



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