23. Juli 2010, USA

Ölpest: Tropensturm „Bonnie“ behindert Rettungsarbeiten

Rund 2000 Helfer, die derzeit die Ölpest im Golf von Mexiko bekämpfen, müssen ihre Arbeiten unterbrechen und das Krisengebiet verlassen. Grund dafür ist Tropensturm „Bonnie“, der zurzeit Kurs auf das Ölleck vor der amerikanischen Küste hält. Weil neben den Schiffen zum Abfangen des Öls aus Sicherheitsgründen auch die Plattformen für die Entlastungsbohrungen abgezogen werden, könnten die Arbeiten, mit denen die Quelle im August endgültig versiegelt werden sollte, um bis zu zwei Wochen zurück geworfen werden.

Entgegen erster Ankündigungen, verbleibt jedoch die Kappe, die den Ölfluss nun seit einer Woche erfolgreich unterbindet, an Ort und Stelle. Auch sie sollte bei einem Abzug der Helfer zunächst geöffnet werden, weil während des Sturms keine Beobachtungen möglich sind, ob der Zylinder dem Druck stand hält und nicht an anderen Stellen Öl durch den Meeresboden gedrückt wird. US-Admiral Thad Allen, Leiter des Krisenstabs, verfügte, dass die Roboter, die die Abdichtungsvorrichtung kontrollieren, als letztes den Einsatzort verlassen und so positioniert werden, dass sie sofort nach dem Durchzug von „Bonnie“ wieder ihre Arbeit aufnehmen können. (RNO)



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