24. Juli 2010, Peru

Kälte Notstand in Peru

Die Kältewelle in Südamerika wird immer dramatischer. Bisher sollen bereits über 100 Menschen wegen der andauernden Kälte ums Leben gekommen sein. Jetzt hat die peruanische Regierung für weite Teile des Landes den Notstand ausgerufen. Damit können Hilfsmaßnahmen besser koordiniert und gebündelt werden und vor allem wesentlich schneller erfolgen.

Peru ist in insgesamt 25 Regionen unterteilt. Die Notstandsregelung soll zunächst für 16 der 25 Regionen gelten. Die ersten Hilfsmaßnahmen sollen vor allem den Gebieten in den besonders schwer betroffenen Gebieten in höheren Lagen ab 3.000 Meter sowie Kindern unter fünf Jahren zugute kommen. Die Hilfskräfte stellen dabei vor allem Lebensmittel, Decken und Medikamente bereit.

Die Temperaturen waren zuletzt in den Berglagen auf deutlich unter -20°C gesunken. Auch in den Urwäldern, in denen normalerweise Temperaturen von über 30 Grad herrschen, sank das Thermomter teilweise auf einstellige Werte ab.

Die Ursache für die enorme Kälte in den Höhenlagen Südamerikas soll die geringste Sonnenaktivität der letzten 100 Jahre sein. In den Küstenregionen wird dagegen das Wetterphänomen “La Niña”, bei dem sich die Oberfläche des Wassers weniger als normal erwärmt, verantwortlich gemacht. (RNO)



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