2. August 2010, Russland

Hitzewelle sorgt für Waldbrände in Russland

Verheerende Waldbrände haben in Russland bereits über 30 Menschenleben gefordert. Das Katastrophenschutzministerium meldete, bis zum gestrigen Sonntagmorgen, insgesamt 774 Feuer. Neben den Todesopfern mussten bereits mehr als 5000 Menschen zwangsevakuiert werden. In Russland herrscht die größte Hitze seit Beginn der Wetteraufzeichnungen: die Archivierung dieser startete bereits vor 130 Jahren, doch nie zuvor wurden derart hohe Temperaturen gemessen.

Zudem sorgen anhaltend hohe Windgeschwindigkeiten für eine Ausbreitung der der flächendeckenden Brände. Vor der Hauptstadt Moskau stehen riesige Torfflächen in Flammen. Insgesamt stehen mehr als hunderttausend Hektar Wald in Flammen. Während sich die Brände mittlerweile auch auf den fernöstlichen Teil des Landes ausgeweitet haben, kämpfen rund 240.000 Helfer und Feuerwehrleute gegen die Flammen.

Für zahlreiche Bauern dürfte die Löschung der Feuer aber zu spät kommen: sie stehen vor dem Ruin, nachdem die Brände ihre komplette Ernte vernichteten. Ministerpräsident Wladimir Putin stellte 200 Millionen Euro für die Verpflegung der Menschen bereit, die bei den Feuern ihr Obdach verloren. (RNO)



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