18. August 2010, Mittelweser

Heringsfänger an der Mittelweser

Was machen Heringsfänger an der Mittelweser? Gemeinhin gilt, dass Leute, die einen Hochseeberuf ausüben, an der Küste beheimatet sind. Die Ursachen hierfür liegen im ausgehenden 18. Jahrhundert. Es verzeichnete für die Bauern an der Mittelweser ein katastrophales Missverhältnis zwischen Ackernahrung und Einwohnerzahl. Um Geld zu verdienen setzte der „Hollandgang auf Heringsfang“ ein und die „bückeburg-westfälischen Hollandgänger“ wurden zu Pionieren der „Großen deutschen Heringsfischerei“.

Sie entwickelte sich ab 1872 an der deutschen Nordseeküste und wirkte wie ein Sog auf das wirtschaftsschwache Mittelwesergebiet. Das Heringsfängermuseum Heimsen zeigt in eindrucksvoller Weise die Geschichte der Region und der heimischen Heringsfänger. In verschiedenen aufwändig restaurierten Fachwerkhäusern wird das Leben der damaligen Bevölkerung vorgestellt. Hervorragend ergänzt wird die Ausstellung durch heimische Trachten, Alltagskultur und Handwerk. Nach der Besichtigung lädt das Museumscafé ein.

Öffnungstage 2010:
22. August, 12. und 26. September, 10. und 24. Oktober von 14-17 Uhr, (Mittelweser Touristik)



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