24. August 2010, Trinidad & Tobago

Trinidad & Tobago feiern Culinary Festival 2010

Die karibischen Schwesterinseln Trinidad & Tobago werden oft als kulinarischer Schmelztiegel bezeichnet, da sich in der lokalen Küche kreolische, afrikanische, asiatische, indische und europäische Elemente wiederfinden. Diese Vielfalt feiern die Einheimischen auch in diesem Jahr vom 2. bis zum 26. September mit dem “Taste T&T Culinary Festival”. Bei dieser Veranstaltung ist das gesamte Können und Geschick der trinbagonischen Chefköche gefragt: In Kochwettbewerben werden die neusten Kreationen prämiert und beim Live-Kochen demonstrieren die Teilnehmer ihre Fertigkeiten vor einem Publikum. Neben Workshops für die Köche, wird es ab dem 12. September ein so genanntes „Community food festival“ für alle interessierten Besucher geben. Dieses Jahr sind die Köche aus den Gemeinden Toco, Tunapuna und Debe/Barrackpore auf Trinidad an der Reihe ihre lokalen Spezialitäten vorzuführen.

In Toco werden hauptsächlich Meeresfrüchte und die scharf gewürzte Fischbrühe „Fish Broth“ auf den Speisekarten stehen. Die Küche Tunapunas steht ganz im Zeichen der Curryente, die mit „Dumpling“, ähnlich unserem Nudelteig, serviert wird. Wer Lust auf indische Spezialitäten hat, darf auf keinen Fall den „Doubles-Wettbewerb“ in Debe/Barackpore verpassen, bei dem lokale Teams um den ersten Platz bei der Zubereitung der Sauerteigfladen mit gefüllten schmackhaften Currys kämpfen. Obwohl jeder Koch seine eigene, geheime Currymischung hat, sind die Hauptbestandteile stets Kreuzkümmel, Koriandersaat, Kurkuma und scharfes Chilipulver, die miteinander fein vermahlen werden. Ein weiteres, in der trinbagonischen Küche unverzichtbares Gewürz ist „Chadou beni“, in unseren Breiten auch unter dem Namen „langer Koriander“ bekannt, mit dessen frischen Blättern viele Speisen gewürzt werden. Typisch trinbagonisch ist auch die Verwendung von Piment.

Die Kulinarik spielt eine wichtige Rolle in der nationalen Identität der Trinbagonier und so sind Nationalgerichte wie „Roti“, „Pelau“ und „bake’n’shark“ längst über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Während „Roti“ – mit Fleisch-, Fisch oder Gemüsecurry gefüllte Fladenbrote – auf indische Einwanderer zurückgehen, ist „Pelau“ afrikanisch inspiriert. Pelau ist eine Art Eintopf aus Hühnerfleisch, das zusammen mit Reis, Bohnen oder Gemüse in Kokosnussmilch gegart wird. Fischliebhaber kommen mit einem „Bake’n’shark“, einem Stück Haifischfleisch im frittierten Brötchen, auf ihre Kosten.

Nicht nur die Kulinarik Trinidad & Tobagos ist von den multinationalen Einflüssen geprägt, sondern auch die kulturellen Veranstaltungen: Vom hinduistischen Lichterfest „Divali“, über das „Tobago Heritage Festival“, mit afrikanischen Hintergrund, bis hin zum berühmten Karneval, hat jede Bevölkerungsgruppe ihr eigenes Fest, das von allen mitgefeiert wird. Das Bild einer Regenbogengesellschaft ist also durchaus zutreffend. (Trinidad & Tobago Tourist Office)



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