23. September 2010, Thailand

Beleuchtete Bootsprozession auf dem Mekong von Nakhon Phanom

Wenn sich der Mekong in Nakhon Phanom, der Hauptstadt der gleichnamigen nordöstlichen Provinz Thailands, nachts in ein funkelndes Lichtermeer aus beleuchteten Booten verwandelt, dann ist der alljährliche Höhepunkt des regionalen Festkalenders erreicht: Es findet die althergebrachte Illuminated Boat Procession „Huea Fai“ statt. In diesem Jahr wird das beeindruckende Spektakel, welches das Ende der buddhistischen Fastenzeit markiert, zwischen dem 15. und 23. Oktober gefeiert und es sei jedem empfohlen, der ein traditionelles Fest erleben möchte. Es findet immer im Rahmen des Ok Phansa, dem Vollmondtag, statt.

Während des Festivals finden tagsüber farbenfrohe Veranstaltungen wie Straßenumzüge, Bootswettbewerbe, kulturelle Darbietungen und Jahrmärkte statt. Am Abend werden dann prächtige „Feuerboote“, die aus Bananenstämmen oder Bambus angefertigt wurden, mit Süßspeisen, Opfergaben, Blumen, Räucherstäbchen, Kerzen und Lämpchen bestückt und ins Wasser gelassen. Inzwischen ist ein richtiger Wettbewerb entfacht, wer die schönsten und größten Boote auf den Mekong schickt, so dass sich das Festival für die Zuschauer zu einem eindrucksvollen Ereignis entwickelt hat.

Nach buddhistischem Glauben wurde die glanzvolle Prozession einst vor allen Dingen abgehalten, um Buddha zurück auf der Erde willkommen zu heißen, nachdem er während der Fastenzeit drei Monate lang im Himmel zu seiner Mutter gebetet hat. Die buddhistische Fastenzeit ist allerdings nicht im herkömmlichen Sinne eine Zeit der Abstinenz, sondern auch heute noch eine Zeit, in der sich die Mönche zu Meditation und Studium in die Klöster zurückziehen oder junge Männer ins Kloster gehen, um die Ordination zu empfangen. (TAT)



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