4. Oktober 2010, Saarland

Merino-Landschafe bei der 8. Bliesgau-Lammwoche

Im Mittelpunkt der Bliesgau-Lammwoche steht das „Merino Landschaf“. Noch bis zum 10. Oktober 2010 kreieren und servieren im Rahmen der 8. Bliesgau-Lammwoche 11 Spitzenköche aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Lothringen in ihren Restaurants kulinarische Köstlichkeiten und Menüs mit Lammfleisch auf höchstem Niveau. Dabei verwenden die mit insgesamt 7 Michelin-Sternen, 5 Michelin-Bib-Gourmand und zahlreichen Eurotoques-Zertifizierungen hoch dekorierten Köche ausschließlich Bliesgau-Weidelämmer, die im Biosphärenreservat Bliesgau aufgezogen und gehalten werden.

Merino-Landschafe liefern nachweislich rassebedingt die beste Lammfleischqualität. Die artgerechte Haltung sowie eine bedarfsgerechte Fütterung der Schafe werden durch den überwiegend ganzjährigen ausgedehnten Weidegang im Biosphärenreservat Bliesgau erreicht. So erlangen die Tiere ihr Gewicht und ihre exzellente Fleischqualität ohne jegliche Intensivmast. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die herausragende Qualität der Bliesgau-Weidelämmer. Ein weiterer Vorteil der Merino-Landschafe gegenüber allen anderen Schafrassen ist ihre sogenannte A-saisonalität, die ein ganzjähriges Angebot von frischem Lammfleisch für den Verbraucher und die Gastronomie ermöglicht.

Mit der BIO-Schäferei der Familie Ernst in Blieskastel-Seelbach und der Schäferei Steffen Uhl in Blieskastel-Webenheim (beide mit Selbstvermarktung), stehen der Bliesgau-Lammwoche zwei Partner zur Seite, die mit ihrer Arbeit einen hervorragenden Beitrag zur Landschaftspflege und zum Naturschutz im Biosphärenreservat Bliesgau leisten. Die ökologisch abgestimmte Beweidung der landwirtschaftlichen Kulturflächen durch die Schafhaltung ist aktiver Naturschutz und erhält die artenreichen Streuobstwiesen und Hanglagen des Bliesgaus. So trägt sie dazu bei, die charakteristische Schönheit der Bliesgaulandschaft zu unserer aller Nutzen zu bewahren. In ihrer Gesamtheit hat diese einmalige Landschaft nur eine Überlebenschance, wenn wir einen durch den Alltag geprägten und praktizierten Naturschutz mit unserem Handeln unterstützen.
Rudolf Schwarz, KunstSchäfer und Begründer die Bliesgau-Lammwoche, versteht die Bliesgau-Lammwoche als ein regionales Gesamtkunstwerk. Er bezieht sich dabei auf den Wiener Künstler Peter Kubelka, der an der Städel Kunsthochschule in Frankfurt/a.M. Filmen und Kochen als eigene Kunstgattung lehrte. Für Peter Kubelka ist Kochen ein „kommunizierendes Medium“ und die „älteste Bildende Kunst der Menschheit“. „Kochen und Essen sind Botschaften, die im Munde gelesen werden. Der Genuss prägt sich unvergesslich ein“. Der Bonner Kulturanthropologe Dr. Gunther Hirschfelder teilt ebenfalls diesen Anspruch. In einem Beitrag in der Broschüre zur Bliesgau-Lammwoche schreibt er: „Ess-Kultur, das ist, wenn die Esser, die Kreationen der Küche und die Geschichten, die die Produkte erzählen, zu einem sinnlichen Erlebnis verschmelzen“.

Weitere Informationen und das genaue Programm sind erhältlich bei Rudolf SchwarzKunstschäfer, Erfweilertraße 6, 66440 Ballweiler Tel. 06842 – 693; www.kunstschaefer.de. (TZ Saarland GmbH)



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