6. Oktober 2010, Asien

Neuer Meningokokken-Impfstoff für Mekka-Pilger empfohlen

In den kommenden Wochen werden wieder viele Tausend Männer und Frauen ihre Pilgerreise nach Mekka antreten: Der nächste Hadsch beginnt nach dem islamischen Kalender voraussichtlich am 14. November 2010 und die saudi-arabischen Gesundheitsbehörden haben jetzt dafür die Einreisebestimmungen veröffentlicht. Sie schreiben unter anderem den Nachweis verschiedener Impfungen vor. Das CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf rät allen Hadsch-Teilnehmern, sich frühzeitig von einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt beraten zu lassen, um die notwendige und sinnvolle Gesundheitsvorsorge treffen zu können. Beispielsweise ist die Impfung gegen Meningokokken-Meningitis mit einem Vierfach-Impfstoff vorgeschrieben, aber erstmals stehen in Deutschland dafür 2 verschiedene Impfstoffe zur Verfügung. 

„Wir empfehlen den neuen Konjugat-Impfstoff“, sagt PD Dr. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM, „denn er schützt länger und besser als der alte Polysaccarid-Impfstoff“. Die neue Impfung lässt sich außerdem besser auffrischen und verhindert, dass sich die Bakterien neu im Nasen- und Rachenraum ansiedeln. „Geimpfte werden daher künftig die Krankheitserreger nicht weiter verbreiten“, erklärt der Reisemediziner. Reisende sollten gegebenenfalls ihren Arzt auf diesen Impfstoff ansprechen.

Da die Infektionsgefahr in den Menschenansammlungen sehr groß ist, sollten Hadsch-Reisende außerdem den Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus, Polio und Keuchhusten, gegen Hepatitis A und B sowie gegen Grippe haben. Von Pilgern aus Ländern, in denen Gelbfieber vorkommt, verlangen die Behörden bei der Einreise zudem den Nachweis dieser Impfung. Ein Blick in den Impfpass gibt Auskunft, welcher Schutz bereits vorhanden ist. Die meisten Impfungen wirken 10 Jahre und müssen daher entsprechend selten aufgefrischt werden.

Schließlich weisen die saudischen Behörden auch auf das strikte Importverbot für Lebensmittel hin: Die private Einfuhr von Nahrungsmitteln jeglicher Art ist danach nicht erlaubt. Adressen von Ärzten und Apotheken, die qualifizierte reisemedizinische Beratung anbieten, veröffentlicht das Centrum für Reisemedizin im Internet unter www.crm.de. (CRM)



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