13. Oktober 2010, Washington

Kostüme, Kürbisse und Kinderstreiche im Nordwesten der USA

Halloween steht vor der Tür – die Zeit für Kostüme, Kürbisse und Kinderstreiche, für Geister- und Gruselgeschichten. Hochburg des Festes sind die USA und hier besonders der äußerste pazifische Nordwesten. Im Umkreis von Seattle, der Metropole im Staates Washington, finden die Freunde von Geistern und Gespenstern einige Sehens- und Merkwürdigkeiten und auch in anderen Teilen des Staates treibt das Übersinnliche Schabernack. Jedes Jahr Ende Oktober finden zudem auch tagsüber Umzüge und Feste in Kostümen statt.

Ganz neu sind die Geistertouren in der Hochburg des Weinbaus, Yakima, wo in diesem Jahr die Downtown Yakima Walking Ghost Tours angeboten werden. Das P.A.S.T. (Present Paranormal Investigation Team – Ermittlungsteam Paranormales der Gegenwart) führt dabei in verhexte historische Gebäude im Stadtzentrum. Auf der Website www.pastispresent.net kann man auch eine Straßenkarte für eigene Erkundungen herunterladen. Es wimmelt nur so von weißen Frauen, Geistern, die durch Wände gehen und geheimnisvollen Fußstapfen.

Die viktorianischen Villen im historischen Viertel Fairhaven (www.Fairhaven.com) der Stadt Bellingham (www.Bellingham.org), unweit der Grenze zu Kanada, sind hübsch anzusehen – aber wenn man den Einheimischen glaubt, geht hier manches nicht mit rechten Dingen zu! Die spukträchtigsten Sehenswürdigkeiten liegen entlang der Harris Avenue, in der man ganz nebenbei auch Interessantes zur Geschichte der Stadt und ihrer Einwohner erfährt. Besonders sehenswert sind das Bellingham Bay Hotel (ein ehemaliges Bordell), das Quinby-Gebäude (wo es im „Doggie Diner“ spuken soll), die Kneipe „Finnegan’s Alley“ (wo manch ein Stammgast schon „schemenhaft“ merkwürdige Dinge wahrgenommen haben will), der Nelson-Block (wo man vor etwa dreißig Jahren bei Renovierungsarbeiten ein menschliches Skelett fand) und ein mehr als ein halbes Jahrhundert alter britischer Doppeldeckerbus, der seit einigen Jahren in Fairhaven parkt und von Zeit zu Zeit unerklärliche Geräusche von sich gibt.

Apropos „britisch“: Jeder kennt Loch Ness im hohen Norden Schottlands, aber wer hat schon von Lake Chelan im hohen Norden der USA gehört? Das Seeungeheuer, das nach Meinung vieler Einheimischer in diesem dritttiefsten See des Landes lebt, blieb bisher von Touristen- und Reporterschwärmen weitgehend unbehelligt. Hier könnte also ein aufmerksamer Besucher mit Kamera noch für eine echte Sensation sorgen. Der felsige Grund des 456 Meter tiefen Gewässers ist jedenfalls noch weitgehend unerforscht und lässt viel Spielraum für Spekulationen aller Art. Schon die Indianer wussten von „Geisterwellen“ zu berichten, und natürlich will man auch immer wieder mal Kopf oder Rücken eines nicht identifizierten Wesens gesehen haben. Wer das Geheimnis lüften möchte, sollte auf jeden Fall die Kamera im Anschlag halten. Man weiß ja nie.

Mit einfachen Kameras geben sich die Geisterjäger der „Washington State Ghost Society“ (www.washingtonstateghostsociety.com) indes schon lange nicht mehr zufrieden. Wenn sie auf die Pirsch gehen, sind sie mit Nachtsichtgeräten, Infrarotkameras, Magnetfelddetektoren und allerlei anderem Schnickschnack ausgerüstet, der in keinem gutsortierten „Ghostbuster“-Haushalt fehlen darf. Damit haben sie unter anderem versucht, einer Handvoll Geister im Oxford-Saloon von Snohomish (www.Snohomish.org) auf die Schliche zu kommen. In und um dieses ehemalige Bordell aus Pioniertagen, das rund eine Autostunde nordöstlich von Seattle zu finden ist, sollen diverse Personen einst ein gewaltsames Ende gefunden haben – durch Kugeln, Messerstiche oder Feuer. Die Geister der Opfer halten dem Etablissement aber hartnäckig die Treue und sorgen immer wieder für unerklärte Erscheinungen – sogar solche, die nicht mit dem Konsum alkoholischer Getränke in Zusammenhang stehen. Ein Mitglied des Geistervereins will sogar gehört haben, wie eine Stimme auf dem „stillen Örtchen“ seinen Namen flüsterte. Wenn er jetzt noch herausfinden könnte, was ein Geist auf der Toilette zu suchen hat, wäre das Geheimnis von Snohomish fast gelüftet.

Deutschsprachige Urlauber, die Informationen für eine Reise in den Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA suchen, werden jetzt auch online fündig – auf www.WashingtonState.de, der offiziellen Website des Fremdenverkehrsamts für Washington State in Deutschland. Selbstverständlich gibt es für alle Reiseinteressierten, die das Internet nicht nutzen können oder noch offene Fragen haben, wie bisher die Möglichkeit, sich persönlich – schriftlich oder mündlich – an die freundlichen Mitarbeiter im hiesigen Fremdenverkehrsamt des Bundesstaates zu wenden: Washington State Tourism, c/o Wiechmann Tourism Service GmbH, Scheidswaldstraße 73, 60385 Frankfurt, Telefon +49 69 25538 240, Telefax +49 69 25538 100. (Washington State Tourism)



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