16. Oktober 2010, Saarland

Grube Reden zeigt Ausstellung zur saarländischen Erdgeschichte

Den „Riesentausendfüßler“ Arthropleura armata, Edelsteine aus vulkanischen Gesteinen der Permzeit, Saurierfährten und Meerestiere aus der Trias-Periode, Reste des Mammuts und anderer Tiere der eiszeitlichen Kältesteppen im Saarland – dies alles und mehr können die Besucher der Präsentation „Geologie der Region – eine Ausstellung zur saarländischen Erdgeschichte dauerhaft im Lampensaal des Verwaltungsgebäudes der ehemaligen Grube Reden bestaunen.

Wissenschaftler des Zentrums für Biodokumentation (ZfB) in Landsweiler-Reden haben einen Streifzug durch mehr als 400 Millionen Jahre Erdgeschichte zusammengestellt. Präsentiert werden Original-Fundstücke der Spitzenklasse, Hintergründe werden in Grafiken, Bildern und Texten erklärt. Ein „Geo-Lab“ bietet die Möglichkeit, Gesteine und Fossilien in die Hand zu nehmen und zu studieren, für Kinder liegt ein spezieller Führer durch die Ausstellung bereit. Weiteres Material zur pädagogischen Begleitung wird derzeit entwickelt.

Besondere Kombinationsmöglichkeiten bestehen am Umweltbildungs-Standort Reden dadurch, dass Lehrer und Wissenschaftler des ZfB im Team „Naturpädagogik“ Sammel- und Forscher-Exkursionen zur nahegelegenen Halde anbieten. Das Gefundene kann und soll dann bei einem Rundgang durch die Landschaften der Erdgeschichte bei Gondwana – Das Praehistorium zeitlich und landschaftlich wieder zum Leben erweckt werden.

Das Zentrum für Biodokumentation in Landsweiler-Reden, zum Einen verantwortlich für Erfassung und Dokumentation der heutigen Tier- und Pflanzenwelt des Saarlandes, beherbergt als weitere wichtige Aufgabe die großen Naturkundlichen Landessammlungen des Saarlandes. Neben der Biologie haben vor allem der Bergbau und die Geologischen Lehr-Institute der Universität Saarbrücken und der Unternehmen des Saar-Kohlebergbaus über Jahrzehnte dafür gesorgt, dass ein einmaliges und unersetzliches Sammlungsmaterial in der Geologie, Mineralogie und Paläontologie zusammengetragen wurde. Nachdem das Museum „Saarberg“ der DSK vor Jahren geschlossen wurde, war es nun Aufgabe, den schönsten und spektakulärsten Teil dieser über 200.000 Stücke umfassenden Geologischen Sammlungen wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Ausstellung ist zu sehen dienstags bis freitags von 9 bis 17, an Wochenenden und feiertags von 10 bis 17 Uhr (montags geschlossen). Eintritt: Erwachsene 2 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei. Ausstellungs-Begleitheft für Kinder und Familien: 1 Euro.

Kontakt: Tel.: 0681-501 3452, Fax: 0681-501-3479, Mail: info@biodokumentation.saarland.de, Internet: www.biodokumentation.saarland.de. (TZ Saarland GmbH)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: