21. Oktober 2010, Deutsche Bahn

Mehr Sicherheitspersonal im Nahverkehr der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn wird in den kommenden Jahren verstärkt in die Sicherheit ihrer Kunden investieren und setzt im Regional- und Nahverkehr deutlich mehr Sicherheitspersonal ein. Dies gilt für Strecken, bei denen keine konkreten Sicherheitsleistungen in den Verkehrsverträgen hinterlegt sind. „Die Bahn ist schon heute viel sicherer als die meisten anderen öffentlichen Räume – das ist statistisch belegt“, sagte DB-Chef Dr. Rüdiger Grube. „Aber zugleich gilt: Für uns ist jede Tat eine zu viel, deshalb sorgen wir für noch mehr Sicherheit“, so Grube weiter. Konkret plant DB Bahn Regio über 31 Millionen Euro für diese Maßnahmen ein. Damit können rund 300 zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt werden. Der Einsatzschwerpunkt dieses Sicherheitspersonals wird in den Abend- und Nachtstunden liegen.

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière begrüßte die Initiative der DB: „So wie die Bundespolizei die öffentliche Sicherheitsvorsorge im Bereich der Bahn unter anderem durch hohe Präsenz kompetent wahrnimmt, wird die Deutsche Bahn AG durch ihr Vorhaben ihrer Verantwortung im Bereich der unternehmerischen Sicherheit voll gerecht. Beides bedingt einander – und gemeinsam wird so das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter gestärkt.“ De Maizière betonte, dass die über 30.000 Polizeibeamten der Bundespolizei, davon durchschnittlich fast jeder fünfte im Bereich der Bahnanlagen, ein Garant für die Sicherheit der Reisenden in Deutschland sind.

Zukünftig können Mitarbeiter von DB Sicherheit in Unternehmensbekleidung für die Fahrt zum Arbeitsplatz und nach Hause kostenlos und steuerfrei den Regional- und Nahverkehr der Bahn nutzen. Hierauf hat sich die DB mit den Ministerien des Innern und der Finanzen verständigt. Ziel ist, insbesondere durch eine höhere Präsenz des Personals das Sicherheitsgefühl der Kunden zu stärken. Eine ähnliche Reglung gilt schon seit Jahren für die deutschen Polizeibehörden, die ebenfalls in Uniform kostenlos Bahnfahren können.

Die Bahn ist ein offenes System. Gesellschaftliche Probleme spiegeln sich auch auf Bahnhöfen und in Zügen wider. Die Polizeikriminalitätsstatistik 2009 registriert pro 100.000 Bewohner rund 7.400 Straftaten in Deutschland. In der Eingangsstatistik der Bundespolizei wurde im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich 2009 weniger als ein Körperverletzungsdelikt pro 100.000 Reisenden registriert. Bei täglich mehr als 5 Millionen Kunden in 27.000 Zügen und an 5.700 Bahnhöfen werden bei der Bahn weniger als 30 dieser Delikte pro Tag zur Anzeige gebracht. Allein eine Stadt wie Berlin zählt beispielsweise 120 Körperverletzungen pro Tag bei jedoch nur 3,5 Millionen Einwohnern. Diese Zahlen belegen, wie sicher die Bahn schon heute im Vergleich mit anderen öffentlichen Räumen ist. (Deutsche Bahn)



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