25. Oktober 2010, Deutsche Bahn

Streiks bei der Bahn sollen Regionalverkehr lahmlegen

Pendler und Reisende im Regionalverkehr müssen sich für den morgigen Dienstag auf massive Störungen des Bahnfahrplans einstellen. Grund für die Ausfälle, deren Auswirkungen vermutlich bis in den Fernverkehr zu spüren sein werden, ist ein Streik der Bediensteten bei der Deutschen Bahn und den sechs größten Privatbahnbetreibern in Deutschland. In den frühen Morgenstunden werden vermutlich gar keine Regionalzüge verkehren. Zu dem Arbeitskampf hatten die Gewerkschaften Transnet und GDBA aufgerufen, die damit einen bundeseinheitlichen Tarifvertrag aller Bahnunternehmen erreichen wollen.

Derweil liege das Lohnangebot der Privatbahnbetreiber etwa 20 Prozent unter dem der Deutschen Bahn, kritisierten die Gewerkschaftler. Damit werde der Konkurrenzkampf auf der deutschen Schiene auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen. Die Funktionäre fordern gleiche Tarifbedingungen für alle Bahnbetriebe. Bisher weigerten sich die sechs größten Bahnunternehmen zudem, laut Transnet-Vorsitzendem Alexander Kirchner, sich mit der Deutschen Bahn gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Zu den Privatunternehmen zählen Abellio, Arriva, Benex, Keolus, die Hessische Landesbahn und Veolia Verkehr.

Die Deutsche Bahn kritisiert darüber hinaus, dass die Warnstreiks auch auf ihren Verbindungen ausgetragen werden. Schließlich sei man bei den Verhandlungen über einen Branchentarifvertrag bereits sehr weit gekommen. „Ein Streik, der anderen Bahnunternehmen außerhalb der DB auf die Sprünge helfen soll, darf nicht auf dem Rücken unserer Kunden ausgetragen werden“, sagte ein Sprecher des Unternehmens. (RNO)



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