27. Oktober 2010, Ostbayern

„Dem Gold auf der Spur“ im Oberpfälzer Wald

Zum Gold haben die Menschen rund um Oberviechtach eine ganz besondere Beziehung. Im Mittelalter zählte die Gegend um die oberpfälzische Stadt zu den führenden Goldabbau-Regionen Bayerns, die Spuren davon sind bis heute zahlreich erhalten. Auf Gold stößt man rund um Oberviechtach aber auch ohne Pickel und Sieb: Die Heimatstadt des berühmten Doktor-Eisenbarth liegt in unmittelbarer Nähe zum Goldsteig, dem ostbayerischen Qualitätswanderweg, der die reizvolle Landschaft des Oberpfälzer Waldes und Bayerischen Waldes erschließt.

Ein besonders schönes Teilstück führt unter dem Motto „Dem Gold auf der Spur“ von der Jakobskirche in Teunz bis zum Naturschutzgebiet Prackendorfer und Kulzer Moos. Ihren Anfang nimmt die 18 Kilometer lange Genusswanderung an der idyllisch gelegenen Jakobskirche bei Fuchsberg (Teunz). Hier kann sich der Wanderer auf den Bänken unter zwei großen Kastanienbäumen niederlassen und beschirmt vom bunten Blätterdach die herrliche Fernsicht zur Burgruine Murach genießen. Die Burg mit ihrem einmaligen Ausblick ist dann auch ein Etappenziel, vorher aber empfiehlt sich ein Abstecher in die Festspielstadt Oberviechtach. Im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum wird unter anderem der geschichtliche und wissenschaftliche Hintergrund des Goldabbaus in der Region erklärt. Wer selbst sein Glück versuchen möchte, kann nach Anmeldung bei der Touristinformation das „Oberviechtacher Goldwäscherdiplom“ erwerben.

Süße Goldstücke, die auf der Zunge zergehen, gibt es hingegen im nahe beim Museum gelegenen Café. Für Proviant unterwegs sorgt der Picknick-Service des Hauswirtschaftlichen Fachservice, der Goldsteig-Wanderern leckere Oberpfälzer Schmankerl serviert. Wer sich die Rast bis zum Ende aufspart, wandert weiter über die sanften Höhen von Eichelstein, Kätzlesberg und Sattelstein bis ins Örtchen Kulz, wo der Goldsteig-Ge(h)nuss-Partner Krämerhof zur Einkehr lädt.

Gold wert ist neben der stärkenden Brotzeit auch der landschaftliche Höhepunkt der Tour, das „Prackendorfer und Kulzer Moos“. Das Naturschutzgebiet ist ein rund 80 Hektar umfassendes Moor. Hier leben zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen, darunter mehr als 100 gefährdete Arten der Roten Listen. Auf einem drei Kilometer langen Moorlehrpfad kann man in diese schützenswerte Welt eintauchen, durch urwüchsigen Moorwald streifen, geheimnisvolle Moorgewässer entdecken und viel über die frühere Moornutzung erfahren. Der Naturpark Oberpfälzer Wald bietet auch geführte Touren an.

Informationen: Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald, Landkreis Schwandorf, Obertor 14, 92507 Nabburg, Tel. 09433/203810, Fax 09433/203820, info@touristik-opf-wald.de, www.oberpfaelzerwald.de. (TV Ostbayern e.V.)



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