31. Oktober 2010, Amsterdam

De Pijp: das Multi-Kulti- Viertel Amsterdams

Wer die unbekannteren Seiten Amsterdams entdecken möchte, geht in die Stadtteile außerhalb des Zentrums. De Pijp beispielsweise ist das von Amsterdam, in dem Ur-Amsterdamer, Neuankömmlinge aus fernen Ländern, Studenten und Trendsetter nebeneinander leben.

Das Herz des Viertels ist der Albert-Cuyp-Markt, der über 100 Jahre alt und einer der größten Tagesmärkte Europas ist. In den Straßen um den Albert-Cuyp-Markt gibt es Restaurants mit Speisen aus aller Herren Länder, daneben haben sich muslimische Metzgereien, spanische Delikatessengeschäfte und türkische Gemüsehändler angesiedelt.

Die Gegend war – und ist noch immer – bei Schriftstellern und Künstlern beliebt; so wohnte hier beispielsweise der Maler Piet Mondriaan. In „De Kuil“, einer berüchtigten Übernachtungsgelegenheit in der Quellijnstraat, entstand das erste Kabarett der Niederlande. Hier trat Eduard Jacobs mit seinen berühmten Liedern auf. Das „Nieuwe Pijp“, der Teil südlich der Ceintuurbaan, ist reich an ausgefallenen Gebäuden und Denkmälern. Das Viertel entstand in den dreißiger Jahren und ist für seine einmalige Architektur der Amsterdamer Schule bekannt. Besonders das P.L. Takviertel ist hier hervorzuheben. Die Gebäude wurden ursprünglich für Arbeiter in De Pijp entworfen, die in der Heineken-Brauerei oder in der Diamantindustrie beschäftigt waren. Die Diamantenindustrie prägte De Pijp so sehr, dass die Straßen rund um die Diamantenschleiferei nach Edelsteinen benannt wurden und das Viertel den Namen „Diamantenviertel“ bekam.

www.iamsterdam.com; www.niederlande.de/stadt (Niederländisches Büro für Tourismus & Convention)



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