8. November 2010, Erzgebirge

Weihnachtliche Rituale im Erzgebirge

Kaum ein anderer Landstrich in Sachsen ist für seine weihnachtlichen Rituale so bekannt wie das Erzgebirge – und für seine weltweit einzigartige Tradition der Holzkunst- und Spielzeugherstellung. In einer Vielzahl der heute noch erhaltenen 1.600 Handwerksbetriebe kann man den Handwerksmeistern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen. Hier erlebt man die alten Bräuche und Traditionen in unmittelbarer Nähe: das Reifendrehen in einer Seiffener Spielzeugmacherwerkstatt, das Spitzenklöppeln in einer Annaberger Stube oder die Kurrendekinder, die von Haus zu Haus ziehen, künden von der weihnachtlichen Botschaft. Auch der Begriff „Hutznohmd“ wird lange in der Erinnerung bleiben, wenn in fröhlicher Runde die Männer Schnitzen und die Frauen Klöppeln.

Besonders ergreifend sind die alle Jahre stattfindenden Bergparaden und -aufzüge in den Hochburgen des ehemaligen Bergbaus in Annaberg-Buchholz, Brand-Erbisdorf, Thum, Geyer, Marienberg und Ehrenfriedersdorf. Das Anschieben der großen Weihnachtspyramide in der Bergstadt Annaberg-Buchholz etwa oder das Schneeberger Lichtelfest lassen nicht nur Kinderaugen leuchten. Höhepunkt der erzgebirgischen Weihnacht ist das traditionelle Festessen „Neunerlei“, das traditionell am Heiligen Abend gereicht wird. Dieses Essen besteht nach allgemeinem Brauch aus sieben, aber meistens neunerlei Speisen. Sie symbolisieren Erinnerungen, Wünsche und zeigen her, was man geschaffen hat.

Kontakt: Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, Bautzner Straße 45-47, 01099 Dresden, Tel.: 0351-4917025, Fax: 0351-4969306, info@sachsen-tour.de, www.sachsen-tourismus.de. (TMGS)



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