10. November 2010, Mannheim

Sankt-Martins-Umzüge in den Mannheimer Stadtparks

Sankt Martin, ein römischer Soldat, war anders als seine Militärkollegen. Von seinem Sold behielt er nur so viel wie er zum Überleben brauchte, den Rest verteilte er an die Armen. Als er eines Wintertages seinen Mantel zerteilte, um einem Bettler zu helfen, landete er wegen Beschädigung militärischen Eigentums drei Tage im Knast. Seitdem wird dem Heiligen Martin wegen seiner Güte und Barmherzigkeit seit über 1600 Jahren am 11. November, dem Datum seiner einstigen Beisetzung, gedacht.

Alljährlich ersteht er also auf und führt hoch zu Ross die Züge mit den kleinen und großen Laternenträgern, die dem guten Martin den Weg leuchten, an. Auch in den Mannheimer Stadtparks reitet der römische Soldat etwas zeitversetzt zu seinem eigentlichen Gedenktag, nämlich am 13. November, dem Laternenlichterzug voran.

Im Luisenpark startet der Umzug um 17.30 Uhr am Eingang Friedensplatz, bei schönem Wetter wird sich ein weiterer Zug um 18 Uhr am Eingang Unterer Luisenpark in Bewegung setzen. Beide Züge enden an der Seebühne, wo das Ensemble der Freilichtbühne Mannheim das Martinsspiel aufführt.

Im Herzogenriedpark läuft es andersrum: Dort beginnt um 16.45 Uhr für alle kleinen und großen Besucher an der Konzertmuschel das berührende Martinsspiel mit Darstellern der Freilichtbühne Mannheim, danach startet auch dort der traditionelle Umzug.

Nur der Parkeintritt ist zu entrichten, die Veranstaltung selbst ist kostenfrei! Sa., 13.11.2010, 16.45 Uhr/ 17.30 Uhr. (Stadtpark Mannheim gGmbH)



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