18. November 2010, Ägypten

Ägyptens Tourismusbranche meistert die Wirtschaftskrise

Die neusten Zahlen des Ministeriums für Tourismus belegen: Die Tourismusbranche in Ägypten zieht wieder an. Nachdem der Sektor 2009 aufgrund der globalen Wirtschaftskrise eingebrochen war, stieg die Touristenzahl in der ersten Hälfte 2010 um 21 Prozent auf circa 7 Millionen. Profite erhöhten sich um 17,6 Prozent auf 5,58 Milliarden US Dollar.

„Bis Ende des Jahres erwarten wir einen Anstieg auf bis zu 15 Millionen Touristen“, so Zoheir Garranah, Minister für Tourismus in Ägypten. „Unser Plan ist es, den Sektor auf bis zu 25 Millionen Besucher im Jahr 2022 auszuweiten. Dies bedeutet Einnahmen von 21 Milliarden US Dollar pro Jahr.“

Obwohl Ägypten aufgrund des schwächeren Euros stark mit europäischen Ländern wie Griechenland und Spanien um internationale Touristen konkurriert, schaut das Land am Nil optimistisch ins Jahr 2011. Ein Anstieg wird besonders bei Reisenden aus Ost-Europa und Russland erwartet. Bereits im ersten Quartal 2010 stieg die Anzahl russischer Touristen um 95 Prozent. Laut dem Verband der russischen Tourbetreiber ist Ägypten damit das zweitbeliebteste Urlaubsziel nach der Türkei. Darüber hinaus schaut Ägypten auch vermehrt auf Regionen wie Lateinamerika und Asien. „Ägypten ist ein etabliertes Urlauberziel. Trotzdem gibt es noch enormes Wachstumspotential, besonders in den Märkten in Osteuropa und Asien“, sagt Ibrahim Saleh Vizepräsident der Al Kharafi Gruppe, eines der größten Unternehmen im Tourismus-Sektor in Ägypten.

Bei Europäern sind vor allem Low-Budget-Reisen beliebt, die sich hauptsächlich um die Ferienressorts am Roten und Mittelmeer konzentrieren. Damit auch andere Gegenden vom Tourismus profitieren, versucht Ägypten verstärkt, Touristen aus anderen arabischen Staaten ins Land zu holen. Diese buchen in der Regel längere Urlaube in Luxushotels und besuchen Sehenswürdigkeiten abseits von Meer und Strand. Bereits jetzt machen arabische Touristen 18 Prozent der 12 Millionen Touristen in Ägypten aus – so viele wie in keinem anderen Land weltweit. (General Authority for Investment)



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