18. November 2010, Biosphäre Potsdam

Biosphäre Potsdam: „Tatort Natur“ im Jahr der Biodiversität

Das von den Vereinten Nationen erklärte „Jahr der Biodiversität 2010“ soll dazu beitragen, die Aufmerksamkeit verstärkt auf die biologische Vielfalt unseres Planeten zu lenken. Auch die Artenschutzkonferenz im japanischen Nagoya Ende Oktober lieferte einen wichtigen Beitrag zu Erhalt und Schutz der Biodiversität – und neben vielen Gründen zur Besorgnis auch einige Lichtblicke.

Exemplarisch dafür stellte die Naturschutzorganisation WWF auf der Artenschutzkonferenz einen Bericht vor, nach dem in den vergangenen 10 Jahren im südamerikanischen Amazonasgebiet mehr als 1200 neue Wirbeltier- und Pflanzenarten entdeckt wurden. Zu den neu entdeckten Arten gehören unter anderem ein äußerst ungewöhnlich gefärbter Frosch mit flammenfarbenem Kopf, eine neue Flussdelphinart, die erste neu beschriebene Anaconda-Art seit 1936 und ein glatzköpfiger Papagei. Andererseits stellt sich die Frage, wie viel unentdeckte Arten aussterben, bevor sie entdeckt und taxonomisch erfasst werden können: Im größten zusammenhängenden Regenwaldgebiet der Erde wurden in den letzten 50 Jahren rund 17 Prozent seiner einstigen Fläche zerstört – ein Gebiet doppelt so groß wie Spanien.

Mit der Sonderausstellung „TATORT NATUR – Biologische Vielfalt und der Ausverkauf der Arten“ möchte auch die Biosphäre Potsdam zur Diskussion und Information über Biodiversität und Artenschutz beitragen. Die Ausstellung ist noch bis Ende November während der regulären Öffnungszeiten in der Biosphäre Potsdam zu sehen. Am Wochenende veranstaltet die Biosphäre zudem eine Führung durch die Ausstellung: Hier bekommen die Besucher umfangreiches Hintergrundwissen zum Thema präsentiert und werden von einem Experten der Biosphäre ausführlich durch die Ausstellung geleitetet. Außerdem besteht jederzeit die Möglichkeit, vertiefende Fragen zu stellen. Alle Interessierten sind herzlich zur Führung „TATORT NATUR“ am Sonntag um 11:00 Uhr eingeladen. (Biosphäre Potsdam)



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