26. November 2010, Sauerland

Flächendeckende Beschneiung im Sauerland gestartet

Der Winter kommt. Was er mit sich bringt, ist ein wenig Schnee, tiefkalte Temperaturen und sehr gute Bedingungen für die flächendeckende Beschneiung der Skigebiete. Seit Donnerstag schon laufen die Schnee-Erzeuger auf Hochtouren. Liftbetrieb am Wochenende wird – wenn überhaupt – nur vereinzelt möglich sein.

Die paar Zentimeter Schnee, die Frau Holle in der ersten Wochenhälfte aus ihren Kissen geschüttelt hat, reichen lange nicht für ein paar ordentliche Carvingschwünge aus. Da müssen die Liftbetreiber schon ein wenig nachhelfen. Seit Donnerstag sinkt das Thermometer soweit in den Keller, dass die Schnee-Erzeuger allerorts an die Arbeit gehen können. Mindestens minus zwei Grad brauchen die Anlagen, um eine gute Schneequalität liefern zu können. Bei feuchter Luft auch manchmal noch tiefere Temperaturen.

Seit Mittwoch melden die Wetterdienste nachlassende Schneefälle und sinkende Temperaturen. Sobald die erforderlichen Minusgrade erreicht sind, werden die Beschneiungsanlagen laufen. Ob die Zeit ausreichen wird, die Hänge mit einer ausreichend dicken Schneeschicht zu versorgen, sodass am Wochenende die Gäste Skifahren können, ist ungewiss. Die Wetterdienste melden beständig kaltes Wetter bis Mitte der nächsten Woche. Das will der Großteil der Liftbetreiber nutzen, um ausreichend Schneedepots und damit Reserven für die Weihnachtstage zu schaffen.

Ob am kommenden Samstag und Sonntag die Gäste schon Ski fahren können, ist also ungewiss. Wahrscheinlich ist, dass der Großteil der beschneiten Skigebiete am ersten Dezemberwochenende in die Saison starten wird. Gebiete, die über keine Beschneiungsanlage verfügen, werden nicht an den Start gehen können.

Wintererlebnisse wird es am letzten Novemberwochenende allerdings einige geben. Winterspaziergänge über die leicht überzuckerten Berge gehören dazu. Vielerorts versprühen die Beschneiungsanlagen ihren eiskalten, weißen Kristallregen. Auch die Bobbahn Winterberg Hochsauerland startet in die Eissaison und präsentiert gleich internationale Begegnungen: Zum FIBT InterContinentalCup Skeleton treten 44 Teilnehmer aus elf Nationen an. Spannende Rennen stehen am 27. November ins Haus. Junge, hoch motivierte Sportler, die auf dem Sprung ins Weltcup-Geschehen sind, kämpfen im Eiskanal um Sekundenbruchteile.

Bis die Lifte zum zweiten Adventswochenende hin in Betrieb gehen werden, dürfen sich Wintersportler schon mal auf zahlreiche Neuheiten freuen. Rund 8,5 Millionen Euro lassen sich die Liftbetreiber den Ausbau von Schneesicherheit und Liftbetrieb kosten. Dazu gehört die neue, große Beschneiungsanlage im Skiliftkarussell Winterberg in der Nähe der Bobbahn, ein neuer Sechser-Sessellift am Bremberg und der Umbau des Vierer-Sesselliftes auf kuppelbaren Betrieb an der Abfahrt Rauher Busch. Modernisierung der Skihütten, Investitionen in die Pistenpflege, Ausbau der Flutlichtangebote und Kinderländer stehen ebenfalls hoch im Kurs.

Eine weitere gute Nachricht insbesondere für Anreisende aus dem Großraum Ruhrgebiet und aus der Region Münster, Paderborn und Bielefeld ist die Fertigstellung der Ortsumgehung Olsberg. Die neue Umgehungsstraße wird die Verkehrssituation entzerren und die Anreisezeit ins Kerngebiet deutlich reduzieren.

Informationen zu Schneelage und Liftbetrieb finden Interessierte unter www.wintersport-arena.de. In die umfangreiche Datenbank stellen die Skigebiete täglich aktuelle Informationen ein. (Wintersport-Arena Sauerland)



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