28. November 2010, Marokko

Deutsche machen wieder häufiger in Marokko Urlaub

Marokko auf dem Weg zurück zu alter Stärke: Das Königreich in Nordafrika hat viel zu bieten – ob Badeurlaub am Atlantik oder Mittelmeer, Kultur-Rundreisen mit Besuch der Königsstädte oder Wüstentouren durch die Sahara.

Doch die deutschen Gäste machten sich in den vergangenen Jahren rar: Zuletzt nur fünf Prozent der nach Marokko einreisenden Besucher kamen aus Deutschland. Französische, spanische und sogar belgische und niederländische Touristen waren zahlreicher vertreten als die deutschen. Doch der Trend kehrt sich um, die Qualitätsoffensive und der Fokus auf umweltbewusste und geschichtsinteressierte Besucher zeigen Wirkung: Für das vor kurzem abgelaufene Touristikjahr 2009/2010 (vom 1. November 2009 bis 31. Oktober 2010) melden die deutschen Reiseveranstalter einen Zuwachs der Teilnehmerzahlen mit Ziel Marokko von sechs Prozent, wie der Deutsche ReiseVerband (DRV) auf seiner Verbandstagung in Agadir bekannt gab. Das marokkanische Tourismusministerium verzeichnet für den Zeitraum Januar bis Ende September 2010 sogar ein Plus von sieben Prozent bei den Touristenankünften aus Deutschland. Zu den beliebtesten fünf Städten bei den Gästen aus aller Welt zählen Marrakesch, Agadir, Casablanca, Tanger und Fes.

„Das Reiseziel Marokko bietet eine breite Auswahl an Urlaubsmöglichkeiten. Doch gerade für den deutschen Reisemarkt besteht noch Nachholbedarf“, betonte DRV-Präsident Klaus Laepple. „Die DRV-Jahrestagung ist die Chance sowohl für die deutschen Reiseanbieter als auch für das Königreich, sich zu positionieren und Kontakte untereinander zu knüpfen oder zu intensivieren. Die kulturelle und landschaftliche Vielfalt Marokkos, sein umfassendes touristisches Angebot sowie ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis sind gute Voraussetzungen für das nordafrikanische Land, seine Besucherzahlen auch aus Deutschland in den kommenden Jahren deutlich zu steigern“, unterstreicht der DRV-Präsident das Potenzial Marokkos.

Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Marokkos, der Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2009 bei rund acht Prozent. Daher hat das Land in den vergangenen Jahren in den Ausbau der touristischen Infrastruktur investiert – unter anderem in sechs neue Küstenressorts. Bereits eröffnet wurden das Fünf-Sterne Mazagan Beach Resort (mit 500 Betten, acht Restaurants, einem Spa und einem Nachtclub) und der Tourismuskomplex Saida (mit 300 Villen, Appartements und diversen Fünf- und Vier-Sterne-Hotels). Erst kürzlich wurde die Autobahn von Agadir nach Marrakesch in Betrieb genommen, so dass Ausflüge und Rundreisen sich noch zeitsparender gestalten lassen. Ende 2006 unterzeichnete Marokko ein Open-Skies-Luftverkehrsabkommen mit der EU, das zur Liberalisierung des marokkanischen Luftverkehrs geführt hat. Seither fliegen verstärkt Low-Cost-Airlines nach Marokko. Die Zahl der internationalen Fluggäste hat sich seitdem um 68 Prozent auf fast zwölf Millionen erhöht.

Die 60. Jahrestagung des Deutschen ReiseVerbands (DRV) und der 6. Deutsche Reisebürotag finden vom 25. bis 27. November im südmarokkanischen Badeort Agadir statt. Die Provinzhauptstadt im Südwesten Marokkos bietet mit ihrer Bucht und dem zehn Kilometer langen Sandstrand, der laut Angaben des Internetportals world-bays.com zu den schönsten Buchten weltweit zählt, ideale Voraussetzungen für unterschiedliche Urlaubsarten. Zudem verfügt Agadir neben einem modernen Kongresszentrum in zentraler Lage über eine umfassende touristische Infrastruktur mit modernen Urlaubshotels aller Kategorien, All-Inklusive- und Clubanlagen sowie speziellen Familienhotels.

Am zentralen Branchentreffen in Agadir nehmen die Spitzenvertreter aus dem deutschen Reiseveranstaltermarkt, dem deutschen Reisevertrieb sowie Vertreter zahlreicher Verkehrsträger, Fremdenverkehrsorganisationen, Versicherungen und anderer touristischer Dienstleister teil. „Für Marokko ist die DRV-Jahrestagung die Chance, sich und die Urlaubsmöglichkeiten zu präsentieren. Ich bin zuversichtlich, dass die mit dem zentralen Treffen der deutschen Tourismusbranche verbundene Medienresonanz sich positiv auf die Entwicklung der Gästezahlen aus Deutschland auswirken wird“, unterstrich Klaus Laepple die Bedeutung der Jahrestagung für das Gastgeberland. (DRV)



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