30. November 2010, Japan

Japan im Fokus: Zwischen Tradition und Moderne

Japan – ein faszinierendes und fremdes Land voller vermeintlicher Gegensätze. Hier existiert die jahrtausendealte Kalligrafie neben den modernen Mangas und der Zen-Buddhismus neben einem bunten Nachtleben.

National Geographic Deutschland zeigt in dem neuen Bildband „Japan – Zwischen Tradition und Moderne“ die Menschen im Land des Lächelns mit allen Facetten des Alltags und gewährt einen tiefen Einblick in ihre Kultur. Dazu zählen sowohl die geheimnisvollen Traditionen der Geishas oder das romantische Kirschblütenfest mit seiner rosaroten Blütenpracht, aber auch die Narben von Hiroshima und Nagasaki.

Unverkennbar prägen dagegen pulsierende Megacitys mit Shoppingcentern über unzählige Etagen und bahnbrechende Zukunftstechnologien das andere Gesicht des Landes. So ist ein Buch entstanden, das offenbart, wie dicht die scheinbar verschiedenen Welten beieinander liegen. Der großformatige Bildband „Japan – Zwischen Tradition und Moderne“ von National Geographic Deutschland zeigt 230 Fotos auf 272 Seiten. Das Buch kostet 49,95 € (D) und ist ab sofort im Handel und unter www.nationalgeographic-shop.de erhältlich.

Anfang April, wenn die Kirschblüte beginnt, verfolgen die Japaner gespannt die Wettervorhersagen, die für jede Stadt den Moment ankündigen, in dem sich die Knospen öffnen.

Hanami, das Betrachten der Blüten, ist ein Ritual, bei dem alle zusammenkommen, um die Bäume in ihrer vergänglichen Pracht zu bewundern. Die Parks, vor allem in Tokio, sind in dieser Zeit dicht bevölkert und ein Ort der Begegnung. Die Zeit der Kirschblüte bringen die Japaner seit jeher mit dem Tod in Verbindung.
Deshalb versammeln sie sich auch gerne gemeinsam nachts am Familiengrab, um Hanami zu feiern.

Die Japaner pflegen ihre Traditionen – und lieben den Hang zum Extremen: Für Tokios Teenager ist das berühmte Kaufhaus 109 in Shibuya der Nabel der Modewelt. Dieser Konsumtempel wird – wie die gesamte japanische Mode- und Kommunikationsbranche – vor allem von den ästhetischen Normen des Kawaii
bestimmt: Solche Produkte betonen Unschuld und Kindlichkeit. Unter dem Einfluss der Kawaii-Kultur werden sogar Hunde wie eine Art lebendes Tamagochi behandelt:
Die Industrie hat die Vierbeiner längst als neue Zielgruppe entdeckt und bietet Faltencremes und Anti- Allergie-Shampoos für Hunde an. Die Anhänger des Cosplay lassen sich dagegen von Manga, Anime und TV-Helden zu fantasievollen Verkleidungen inspirieren. Die unterschiedlichsten Cosplay-Gruppen treffen sich sonntags am Tokioer Bahnhof Harajuku, um vor den Augen von Neugierigen und Touristen in eine Rolle zu schlüpfen und sich in Szene zu setzen.

Wie sieht das wirkliche Japan aus? Vielleicht sind Tradition und Moderne auch nur die zwei Seiten einer Medaille? Der neue Bildband von National Geographic Deutschland geht diesen Fragen auf den Grund und zeigt, mit welchem Selbstverständnis sich die Japaner in dem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne bewegen. (Gruner + Jahr AG & Co KG)



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