6. Dezember 2010, Kolumbien

Erdrutsch in Kolumbien: 200 Vermisste in Medellín

Die bereits mehrere Wochen anhaltenden Regenfälle in Kolumbien haben zum wiederholten Mal für einen schweren Erdrutsch gesorgt. Abstürzende Schlammassen haben in Medellín wohl zehn Mehrfamilienwohnhäuser unter sich begraben.

Zudem soll auch ein bei Kindern und Familien beliebter Park von den Erd- und Geröllmassen verschüttet worden sein. Die zweitgrößte Stadt Kolumbiens liegt in einer Talsenke, an deren Berghänge zahlreiche Hütten und Wohnhäuser gebaut sind. Insgesamt wurden über 50 Häuser von dem Erdrutsch zerstört. Das Unglück ereignete sich in der Gemeinde Bello, wo es allerdings in den letzten Tagen nicht mehr so stark geregnet hatte. Auslöser für den Erdrutsch könnte eine überbaute Müllhalde im Ortsteil La Gabriela sein, die etwas oberhalb von Bello liegt.

In den unter den Erdmassen begrabenen Häusern werden noch über 200 Menschen vermutet. Feuerwehr und freiwillige Helfer arbeiten rund um die Uhr an der Bergung der Verschütteten. Die wochenlangen heftigen Niederschläge gehen wohl auf das Wetterphänomen „La Niña“ zurück.(RNO)



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