8. Dezember 2010, TUI

TUI prüft Börsengang von Hapag-Lloyd

Der Vorstand der TUI AG und die Geschäftsführung der Hamburgische Seefahrtsbeteiligung „Albert Ballin“ GmbH & Co. KG (Albert Ballin) prüfen gemeinsam Optionen für einen Verkauf von Anteilen an Hapag-Lloyd.

Die Gesellschafter beabsichtigen, die Investmentbanken Credit Suisse, Goldman Sachs und Greenhill zu beauftragen, Vorbereitungen für einen Börsengang einzuleiten. Parallel dazu soll die Suche nach strategischen Investoren und Finanzinvestoren, die sich für die Übernahme einer Hapag-Lloyd-Minderheits-beteiligung als langfristig orientierter Aktionär interessieren, fortgesetzt werden.

Nach der bereits angekündigten Kapitalerhöhung durch Wandlung von Hybridkapital zum Jahresende wird Albert Ballin 50,2 Prozent und TUI 49,8 Prozent der Anteile an Hapag-Lloyd halten. Im Jahr 2008 hatte die TUI ihre Absicht bekannt gegeben, sich von der Containerschifffahrt zu trennen. Ein erster Schritt war der Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an Albert Ballin im Jahr 2009. Als Ersatz für die TUI suchen die Gesellschafter jetzt nach langfristig orientierten Investoren zur Sicherung einer stabilen Gesellschafterstruktur der Hapag-Lloyd.

Hapag-Lloyd hat Umsatz und Ertragskraft im laufenden Geschäftsjahr erheblich gesteigert und in den ersten 9 Monaten 2010 einen Umsatz in Höhe von 4,7 Milliarden Euro und ein EBITDA von 744 Millionen Euro erzielt. Dieses starke operative Ergebnis ermöglichte der Hapag-Lloyd im Verlauf des Jahres 2010 die Rückgabe der 2009 erhaltenen Staatsbürgschaft und die Rückzahlung von Finanzschulden in Höhe von rund 600 Millionen Euro an die TUI und Albert Ballin. Die Gesellschaft besitzt 59 Schiffe und hat mehr als 70 weitere Schiffe gechartert. Die Gesamtkapazität der eingesetzten Flotte beläuft sich auf 575.000 TEU. Hapag-Lloyd ist damit die weltweit fünftgrößte Linienreederei. (TUI)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: