8. Dezember 2010, Bonn

UNESCO präsentiert „Lange Nacht des Menschenrechts-Films“

Die Deutsche UNESCO-Kommission präsentiert bei der „Langen Nacht des Menschenrechts-Films“ am 9. Dezember 2010 im LVR-Landesmuseum Bonn die diesjährigen Preisträger des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises. Die Siegerfilme des Wettbewerbs sind außerdem am 16. Dezember im Haus der Kulturen der Welt in Berlin zu sehen. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis zeichnet herausragende Filme und Fernsehproduktionen aus, die das Bewusstsein für die Menschenrechte in der Öffentlichkeit schärfen.

Die diesjährigen Preisträger wurden am 4. Dezember in der Nürnberger Tafelhalle ausgezeichnet: Der Preis in der Kategorie Profifilm geht an Ali Samadi Ahadi für seine Dokumentation „Iran Elections 2009″. Als Amateurfilmer wurde Güclü Yaman für „Reise ohne Rückkehr – Endstation Frankfurter Flughafen“ ausgezeichnet. In der Kategorie Filmhochschule erhielt Catalina Molina die Auszeichnung für „Talleres Clandestinos“. Preisträger in der Kategorie Kurzfilm sind Markus Zeidler und Markus Schmidt von der WDR-Redaktion Monitor für den Beitrag „Wegschauen oder vertuschen? Die Geschichte einer Exkursion in Afghanistan“. Der Bildungspreis 2010 geht an Martina Morawietz für ihre Reportage „Rückkehr ins Elend – Abschiebung der Roma ins Kosovo“.

Bei der Langen Nacht des Menschenrechts-Films in Bonn werden am 9. Dezember, dem Vorabend zum Internationalen Tag der Menschenrechte, vier der fünf Preisträgerfilme gezeigt. Die Regisseure und Autoren werden über die Produktion ihrer Werke berichten und über Menschenrechtsfragen diskutieren. Durch den Abend führt Michael Möller, Dozent an der Filmakademie Baden-Württemberg. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die Siegerfilme des Wettbewerbs sind auch am 16. Dezember in Berlin zu sehen. Die Filmnacht in Berlin moderiert der Filmkritiker und Autor Knut Elstermann. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Lange Nacht des Menschenrechts-Films im Haus der Kulturen der Welt in Berlin veranstalten die Deutsche UNESCO-Kommission, Amnesty International, der Deutsche Anwaltverein, das Deutsche Institut für Menschenrechte, das Deutsche Jugendherbergswerk und der Nationale Geistige Rat der Bahá’í in Deutschland.

In diesem Jahr wurden 284 Filme zum Wettbewerb um den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis eingereicht – im Vergleich zu 2008 eine Steigerung um 25 Prozent. Die Preisträger wurden von Fachjurys aus Film- und Menschenrechtsexperten ausgewählt. Dem Veranstalterkreis gehören 17 bundesweit tätige Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit an. Die Deutsche UNESCO-Kommission ist Mitveranstalter des Wettbewerbs. Seit 1998 wird der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis alle zwei Jahre vergeben. (Deutsche UNESCO-Kommission e.V.)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: