17. Januar 2011, Tunesien

Rückholaktion deutscher Urlauber aus Tunesien abgeschlossen

Die großen deutschen Reiseveranstalter haben ihre Rückholaktionen aus Tunesien abgeschlossen und etwa 5000 Urlauber aus dem momentan krisengebeutelten Land ausgeflogen. Mittels Sondermaschinen war ein Großteil der Touristen über die Flughäfen von Tunis, Monastir und Enfidha außer Landes gebracht worden. Die Unruhen erstrecken sich mittlerweile über das gesamte Land. Auch nach der Flucht von Staatspräsident Ben Ali stehen Gewaltexzesse und Plünderungen auf der Tagesordnung. Im Laufe des heutigen Tages soll eine Übergangsregierung gebildet werden.

Das Auswärtige Amt rät derzeit vor Reisen in das nordafrikanische Land ab. Touristen, die für die kommende Zeit einen Aufenthalt in Tunesien gebucht haben, können ihren Urlaub kostenlos beim Reiseveranstalter stornieren. Bereits vor Ort verbrachte Reisetage müssen die Touristen allerdings auch bei frühzeitiger Rückkehr bezahlen. Schadensersatz wegen entgangener Urlaubsfreuden kann rechtlich nicht eingefordert werden.

Die Veranstalter haben bis zum 21. bzw. 24. Januar 2011 alle Flüge nach Tunesien abgesagt. Eine Minderheit von deutschen Reisenden, darunter hauptsächlich Langzeit-Residenten, sei derzeit auf eigenen Wunsch im Land verblieben. Sie sind auf eigenem Risiko vor Ort und müssen ihre Rückflüge selbstständig organisieren. (RNO)



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