20. Januar 2011, Köln

Wallraf-Richartz-Museum feiert 150jähriges Jubiläum

Mit unterschiedlichen Ausstellungen und besonderen Veranstaltungen feiert das Kölner Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud 2011 den 150. Jahrestag seiner Eröffnung. Gleich zu Beginn des Jubiläumsjahres präsentiert das Museum seinen Besuchern einen kostbaren Neuzugang: Das bisher unbekannte Gemälde „Frühlingsstimmung bei Vétheuil“ von Claude Monet ist dort ab sofort zu sehen.

Am 1. Juli 2011 jährt sich die Eröffnung zum 150. Mal. Zum Festprogramm gehört etwa die Ausstellung „Tat Ort Museum“, in der sich das Haus vom 1.Juli bis 25. September 2011 selbst in den Mittelpunkt stellt und Fragen wie „wie enttarnt man ein gefälschtes Kunstwerk?“ oder „was macht eigentlich ein Kurator?“ beantwortet. Parallel sind in einer separaten Kabinettsausstellung mit dem Titel „Neuerwerbungen: Von Beckmann bis Wright of Derby“ die wichtigsten Gemälde zu sehen, die das Haus in den letzten fünf Jahren erworben oder geschenkt bekommen hat.

Am 30. Juni bietet das Museum im Rahmen eines großen Jubiläumsfestakts spezielle Führungen an, darunter Kostümführungen, eine Highlight-Führung „Wallrafs größte Meisterwerke“, „Durchleuchtet: Restaurierungsgeschichten aus dem Wallraf“ oder Kinderführungen wie „Mit Willi unterwegs“.

Seltene Einblicke gewährt auch eine weitere Ausstellung zum Ende des Jubiläumsjahres: Unter der Überschrift „Panoptikum – Die geheimen Schätze des Wallraf“ sind vom 21. Oktober 2011 bis 22. Januar 2012 Schätze des Museumsdepots zu sehen. Das Haus zeigt in seinen drei Ausstellungsetagen nur etwa ein Drittel seines Schatzes. Die meisten der rund 1.500 Gemälde ruhen im Depot, zu dem nur Eingeweihte Zugang haben.

Zum Hintergrund: Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud geht auf die umfangreiche testamentarische Hinterlassenschaft des Gelehrten und Sammlers Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) zurück. Damit ist das Haus das älteste Museum Kölns und zugleich eines der frühesten bürgerlichen Museen Deutschlands. Nach diversen provisorischen Unterbringungen konnte die Sammlung am 1. Juli 1861 ihren ersten eigenen Bau beziehen. Mit mehreren großzügigen Geldspenden war es der Kölner Kaufmann Johann Heinrich Richartz (1795-1861), der die Errichtung des neogotischen Gebäudes entscheidend förderte. Seit dem 19. Januar 2001 residiert das Wallraf im Herzen Kölns in einem Bau des Architekten Oswald Mathias Ungers. Dank seiner hochrangigen Sammlung gehört das Museum zu den bedeutendsten Gemäldegalerien Europas.

Internet: www.wallraf.museum (NRW-Tournews)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: