24. Januar 2011, Ägypten, Berlin

Nofretete bleibt weiter in Berlin: ägyptische Forderung abgelehnt

Die Büste der Nofretete verbleit auch weiterhin im Besitz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und damit im Neuen Museum Berlin. Eine ägyptische Forderung, den berühmten Kulturschatz zurück zu geben, trage weder die Unterschrift des Ministerpräsidenten noch anderer Regierungsmitglieder betonte Kulturstaatsminister Bernd Neumann und komme somit nicht offiziell von der Staatsregierung. Der Anfang des Jahres eingegangene Brief sei von Zahi Hawass, Chefarchäologe und stellvertretendem Kulturminister des Landes gezeichnet worden. Dieser fordert seit Jahren die Rückgabe der Büste.

Die 3330 Jahre alte Darstellung der Gattin von Pharao Echnaton wurde 1912 vom Archäologe Ludwig Borchardt in Echnatons einstiger Residenzstadt ausgegraben. Zu jener Zeit wurden die Grabungsfunde nach dem Prinzip der „Fundteilung“ aufgeteilt. Das heißt: ein Teil der Exponate gingen in das Land, das die Grabung finanzierte, der andere verblieb in Ägypten. Hawass wirft Bochardt vor, den Antikendienst über die Bedeutung der Büste mutwillig getäuscht zu haben und fordert daher seit langem, die Rückgabe der Nofretete an Ägypten. (RNO)



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