10. Februar 2011, Asien

Piraten schlagen wieder zu: Supertankschiff „Irene SL“ gekapert

Die Glanzzeit erfolgreicher Seeräuber wie Klaus Störtebeker ist längst Geschichte, doch im 21. Jahrhundert kehrt die Piraterie wieder in die internationalen Gewässer zurück. In den vergangen Jahren häuften sich die Fälle, bei denen Frachtschiffe von Piraten überfallen wurden. Die Strippenzieher planen ihre Angriffe zumeist von der somalischen Küste aus, kapern die riesigen Tankschiffe und fordern Lösegeld für Besatzung und Fracht.

Dabei haben die Angriffe nicht mehr viel mit der traditionellen Seeräuber-Historie zu tun: statt Säbelduell steht der Einsatz von Schnellfeuerwaffen und Maschinengewehren auf der Tagesordnung.

Neueste „Eroberung“ einer der afrikanischen Piratenbanden ist der Supertanker „Irene SL“, den die Gesetzesbrecher vor der Küste des Omans in ihren Besitz nahmen. Das 333 Meter lange Schiff befand sich, laut Enesel, auf dem Weg von Kuwait in die USA und hatte neben den 24 Bestzungsmitgliedern auch 270.000 Tonnen Rohöl an Bord. Das Öl hat einen geschätzten Marktwert von rund 20 Millionen US-Dollar.

Trotz des Marineeinsatzes gelang es den Piraten in den vergangenen Tagen auch die „Savina Caylyn“ und die „Beluga Nomination“, Tanker einer deutschen Reederei, zu kapern. (RNO)



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