11. Februar 2011, Städte Niedersachsen

Kinofilm ehrt den Braunschweiger Fußball-Pionier Konrad Koch

Pünktlich zum 100. Todesjahr des Fußball-Pioniers aus Braunschweig feiert am 22.2. der Spielfilm „Der Ganz Große Traum“ mit dem deutschen Schauspielstar Daniel Brühl in der Rolle des Konrad Koch in Berlin Premiere. Doch wer war der historische Konrad Koch und was waren die Motive und Umstände seines Wirkens? Die Antwort auf diese Fragen ist nirgends besser zu finden als am Schauplatz des historischen Sportdramas, in Konrad Kochs Heimatstadt Braunschweig, der Wiege des deutschen Fußballs.

„Wir verstehen unseren hochkarätig besetzten Kinofilm als eine Würdigung des deutschen Fußball-Pioniers aus Braunschweig und haben einen herzergreifenden und humorvollen Film für die ganze Familie gedreht“, erklärt Filmproduzent Raoul Reinert. „Gerade weil Konrad Koch und die teilweise skurrilen Anfänge des Fußballs in Deutschland heute noch wenigen bekannt sind, lag uns dieses Thema am Herzen. Wir wollten bewusst in Kochs Heimatstadt Braunschweig mit seinen vielen historischen Gebäuden und in der Region drehen. Bei den Dreharbeiten sind uns über das Städtebauliche hinaus die vielen Facetten dieser dynamischen Stadt bewusst geworden“, betont Reinert.

Im Jahre 1874 spielten einige Braunschweiger Schüler auf Anregung ihres Lehrers Konrad Koch (1846-1911) zum ersten Mal in Deutschland Fußball. 1875 gründete der Pädagoge den ersten Schüler-Fußballverein und veröffentlichte die ersten deutschen Fußballregeln. Gleich im praktischen Westentaschenformat, fand Kochs Regelheft weit über die Schule hinaus Beachtung. Es stand damit am Anfang der Bemühungen um ein einheitliches Regelwerk. Der konsequente Gebrauch deutscher Begriffe – viele von ihnen sind bis heute in Gebrauch – macht Konrad Koch zum Erfinder der deutschen Fußballsprache.

„Konrad Kochs Meinung nach sollte Erziehung nicht auf das Klassenzimmer beschränkt bleiben“, erzählt der Braunschweiger Autor Kurt Hoffmeister, der seit über dreißig Jahren zu Konrad Koch und seinen Mitstreitern forscht. „Im Spiel sah er eine besondere Möglichkeit, die Entwicklung der körperlichen und intellektuellen Fähigkeiten sowie der sozialen Kompetenzen seiner Schüler zu fördern“.

Wer neugierig geworden ist auf die Stadt, in der 1874 der deutsche Fußball begann, kann sich vor Ort auf Spurensuche machen: Im Rahmen einer szenischen Erlebnisführung kann man Professor Konrad Koch oder seinen Wegbegleitern August Hermann und Dr. Friedrich Reck auf dem Weg zu den Fußballregeln von 1875 folgen und die Orte des frühen Fußballspiels in Braunschweig kennenlernen. Hier entstand an Originalschauplätzen, wie dem Altstadtmarkt, und an Drehorten in der Umgebung Braunschweigs auch der aufwändige Spielfilm aus der Anfangszeit des Fußballs.

Für film- und fußballbegeisterte auswärtige Gäste wird deshalb von der Braunschweig Stadtmarketing GmbH ein eigens zusammengestelltes Reisearrangement angeboten: Die Wochenendreise „Braunschweig – Die Wiege des Fußballs“ (ab 107,- Euro pro Person) beinhaltet eine bzw. zwei Übernachtungen in Braunschweig, die Teilnahme an der Erlebnisführung zu Konrad Koch, ein Braunschweig Souvenir sowie eine Karte für ein Fußballspiel (je nach gewünschtem Reisetermin entweder für ein Heimspiel von Eintracht Braunschweig oder für ein Spiel der Fußballweltmeisterschaft der Frauen im benachbarten Wolfsburg).

Wer mehr zu Konrad Koch und der Fußballstadt Braunschweig erfahren möchte, wird im Internet fündig. Unter der Adresse www.braunschweig.de/fussball gibt es zahlreiche wissenswerte und unterhaltsame Informationen rund um Konrad Koch und die Fußballstadt Braunschweig. Eine Übersichtskarte zeigt die damaligen Orte der Fußballgeschichte in Braunschweig. Die Internetseite wird im Jubiläumsjahr fortlaufend aktualisiert. Zahlreiche Links erschließen Veranstaltungen und weitere Internetangebote zum Thema. (Braunschweig Stadtmarketing GmbH)



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