11. März 2011, Deutschland

Im Westen Deutschlands beginnen die Wanderungen von Kröten und Fröschen

Deutschland taut auf und die ansteigenden Temperaturen locken Frösche, Kröten und Molche aus ihren Winterquartieren. In den nächsten Tagen, wenn der Frühling endgültig den Winter verdrängt, ist daher vor allem entlang des Rheins und im nordwestdeutschen Flachland verstärkt mit Amphibien zu rechnen, die zu ihren Laichgewässern wandern. Mit seiner „Aktion Krötenwanderung“ ist der NABU in der ganzen Republik seit vielen Jahren für den Amphibienschutz aktiv.

Während noch vor einer Woche nichts nach einem baldigen Start der Wanderungen aussah, bleibt es nun zumindest in den Niederungen auch nachts frostfrei, so dass von den Temperaturen her gute Bedingungen für die abends und nachts wandernden Amphibien bestehen. Gleichzeitig ist es jedoch verbreitet sehr trocken und das mögen die Tiere wegen ihrer empfindlichen Haut nicht. Daher bleibt es spannend, wie schnell die Amphibien tatsächlich in Gang kommen. Die Amphibienschützer stehen jedenfalls in den Startlöchern und bitten die Autofahrer in den kommenden Tagen um eine besonders vorsichtige Fahrweise.

Weltweit sind ein Drittel aller Amphibienarten bedroht oder bereits ausgestorben. Frösche, Kröten, Unken und Molche leiden vor allem unter der Zerstörung ihrer Lebensräume. Während ihrer Wanderungen im Frühjahr stellt der Straßenverkehr eine zusätzliche Gefahr dar, jedes Jahr werden unzählige Tiere überfahren. Daher sieht der NABU die Bundesregierung und Länder in der Pflicht, den Schutz von Auen, Feuchtwiesen und Gewässern zu garantieren und vor allem ihre weitere Zerschneidung durch Straßen zu stoppen. (Nabu)



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