13. März 2011, Bolivien, Chile

Bahnverbindung Arica (Chile) – La Paz soll wiederhergestellt werden

Die Wiederbelebung der seit 2005 unterbrochenen Bahnverbindung zwischen der im Norden Chiles gelegenen Hafenstadt Arica und der bolivianischen Hauptstadt La Paz soll im Rahmen einer von beiden Ländern vereinbarten 13-Punkte-Agenda erneut in Angriff genommen werden.

Die Eisenbahn soll vornehmlich dem Güterverkehr zwischen Chile und Bolivien dienen. Wichtigster Nutzer der Bahnstrecke wäre laut Geschäftsführer der Hafengesellschaft „Puerto de Arica“, Aldo Signorelli, die bolivianische Industrie. Diese wickle einen Großteil ihrer Ein- und Ausfuhren über Arica ab. Mit 1,6 Mio. t im Jahr machten sie 75 Prozent des Hafenumschlags aus. Der steigende Güterverkehr habe zum Wachstum des Hafens um durchschnittlich 16 Prozent beigetragen und erfordere neue und kostengünstige Zufahrtswege als Alternative zum derzeitigen Transport über LKW.

In zweiter Linie soll die Bahnlinie, die streckenweise durch spektakuläre Landschaften führt, auch dem Personenverkehr dienen. Reiseveranstalter rechnen sich jetzt schon einen Zuwachs des Fremdenverkehrs aus, vor allem auch durch das Interesse von Kreuzfahrtpassagieren am Besuch des Lauca-Nationalparks und des Codpa-Tals. Derzeit wird der 295 km lange Schienenstrang von Arica bis zur chilenischbolivianischen Grenze bei Visviri mit einem Investitionsvolumen von USD 32 Mio. durch die staatliche Hafengesellschaft instand gesetzt. Die Arbeiten sind Presseberichten zufolge bereits zu 64 Prozent vorangeschritten und man rechnet mit ihrem Abschluss im ersten Halbjahr 2012. Im September 2011 soll der Eisenbahnbetrieb international ausgeschrieben werden. (ags)



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